Journalistenverzeichnis:
 
   
 
 
 
Jahresbericht 2011/2012  Druckversion
Den Jahresbericht der FBZ 2011/2012 mit Foto-Galerie finden Sie hier.
 
Jahresbericht des Vereinsjahrs 2010/2011  Druckversion

Jahresbericht neu als PDF

Den Jahresbericht des Vereinsjahrs 2010/2011 finden Sie mit diesem Link als PDF - in Farbe.

 

 

 
Jahresbericht 2009/2010  Druckversion
Jahresrückblick 2009/2010 und Jahresbericht 2009/2010

1. Jahresrückblick

Was kommt Ihnen zum Thema Journalismus in der Schweiz in den Sinn, wenn Sie auf das vergangene Jahr zurück blicken?
Das Jahr 2009 war tatsächlich ein sehr schwieriges Jahr für den Journalismus und für viele Journalistinnen und Journalisten, die diesen Beruf mit Überzeugung, Sorgfalt und Engagement seit langer Zeit ausüben – und vom Einkommen ihrer Arbeit leben müssen. Die Verlagsverantwortlichen haben 2009 rund 500 Vollzeitstellen (!) und zusätzlich etliche Teilzeit- und Freien-Pensen aufgelöst.

So etwas gab es lange nicht mehr in der Schweiz, dem Land, das früher – als Voraussetzung eines echten Föderalismus und Konkordanz-Systems - für eine im europäischen Vergleich höchste Mediendichte bekannt war. Es war ein Kahlschlag in einer Branche, in der noch kurz zuvor die Medienmanager sagten, dass mit Medien seit 1980 sehr wohl Geld zu verdienen gewesen sei. Was ist geschehen? Diese Frage bleibt offen. Ich habe selber noch keine weiterführende Gesamtanalyse der Situation in der Schweiz gelesen.

Die Krisen-Voraussage von Rainer Stadler im Rahmen der Eröffnungsrede der ersten Edition des Medienpreises für freie JournalistInnen am 2. November 2008 hat sich im Laufe des Jahres immer mehr bewahrheitet. ‚Das Prekariat der Freischaffenden‘, wie er es nannte, hat sich tatsächlich, wie er es für 2009 voraussagte, massiv vergrössert.
Die Zahl der Freischaffenden hat zugenommen. Das könnten freie Journalistinnen und Journalisten nutzen, um sich gemeinsam mehr Gewicht und Nachdruck zu verschaffen für ihre Anliegen, die oft existentiell wichtig sind: mehr Honorar, anständige Urheberrechtsregelungen, ja grundsätzlich mehr Wahrnehmung ihrer Interessen. Wie kann man diese Forderung umsetzen?Ein Zusammenstehen der Kolleginnen und Kollegen scheint mehr denn je das einzige Mittel zu sein, wahrgenommen zu werden. Gemeinsam sind Journalistinnen und Journalisten stärker – und werden gehört.
Der Journalismus geht ein, und keiner merkt‘s – wem könnte man das besser ankreiden als den JournalistInnen selbst? Eigeninitiative ist gefragt – nicht nur, um die eigenen Aufträge, den eigenen Job zu retten, sondern ganz einfach auch, um die Werte eines soliden Journalismus unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien – die Zeit und Geld bedeuten - in die neue Zeit zu überführen. Ungeachtet, oder gerade noch bestärkt durch die Finanzkrise.

Was wollen Sie morgen in der Zeitung lesen – sei diese nun online oder auf Papier zugänglich? Wie wollen Sie sich ihre Meinung bilden, zu komplexen politischen Vorlagen oder gesellschaftlichen Dringlichkeiten –im In- und Ausland? Was ist der unterschiedliche Nutzen von Blogs und Foren - und Journalismus? Was macht den Journalismus im Vergleich zu den neuen ‚social media‘ für Wissensbildung und Meinungsbildung unabkömmlich? Gehen die Verlagsentscheidungen in die richtige Richtung? Solche Fragen zu stellen mag anmassend sein für kleine Mitarbeitende – doch nicht für Journalisten, deren Métier es ist, Fragen zu stellen – zu allen gesellschaftlich relevanten Themen. Ich denke, wir sind als Mediennutzende wie Medienmachende mehr als je gefragt, etwas zu tun. Vielleicht auch im Rahmen und im Namen eines Vereins, der FBZ, der seit bald 50 Jahren sich für Journalismus und für die JournalistInnen engagiert – im persönlichen Kontakt, wie als Verein und Interessensvertretung. Neue Vorstandmitglieder oder andere Mitarbeitende, sei es auch für einzelne Veranstaltungen, sind herzlich willkommen.

2. Jahresbericht 2009/2010 des Vereins Freischaffender Journalistinnen und Journalisten FBZ Zürich

30 neue Einträge im JournalistInnen-Verzeichnis der FBZ
Das Verzeichnis freier JournalistInnen der FBZ auf unserer Website  hat bis Ende März 2010 mehr als 30 Neuanmeldungen verzeichnet. Die Gratis-Aktion hat zwar der kleinen Kasse der FBZ nichts eingebracht, doch hoffen wir, dass die neu im JournalistInnen-Verzeichnis findbaren Kolleginnen und Kollegen richtig Kapital daraus schlagen werden. Jedenfalls hören wir immer wieder von Freischaffenden, dass Sie über das JournalistInnen-Verzeichnis Aufträge erhalten, was uns sehr freut. Es sind über 250 JournalistInnen darin eingetragen und nach Themengebiet suchbar. Der bisherigen Geschäftsfüherin Claudia Carl und der neuen Geschäftsfüherin Silvia Gassmann möchte ich im Namen der FBZ und der überregionalen Arbeitsgemeinschaft der Freien von Impressum, mit welcher wir die Aktion gemeinsam kommuniziert haben, für die Mehrarbeit durch die Gratis-Aktion sehr herzlich danken. Vielen Dank.

Die FBZ-Agenda im letzten Geschäftsjahr war gut befrachtet. Es fanden am 25. Juni 2009 im Rio unter den mehr als 100jährigen Platanen an der Sihl, am 27. Oktober 2009 in der Buch-Bar „Sphères“ und am 25. Februar 2010 in der Brasserie Lipp „bei Moules und Frites“ die FBZ-JournalistInnen-Treffen statt. Die Frage stellt sich ab und an, ob Austausch unter Kollegen (k)einem Bedürfnis entspricht. Gerne erhalten wir hierzu Rückmeldungen.

Der Vorstand – Angela Allemann (seit 2009), Ingrid Isermann (bisher) und Anita Hugi (bisher) und die Geschäftsführerin Claudia Carl (bisher) und Silvia Gassmann (neu) trafen sich zusätzlich am 29. Mai 2009, am 14. Dezember 2009, am 14. Dezember 2009, am 13. Januar 2010 zu den Vorstandssitzungen in Restaurants der Stadt Zürich und am 17. März 2010 in der neuen Geschäftsstelle an der Löwenstrasse. Was en passent einmal erwähnt sein kann: Ungleich anderer ähnlicher Vereinigungen kann die FBZ keine Sitzungsgelder bezahlen, in den allermeisten Fällen werden die Getränke und Essen auch aus eigener Tasche bezahlt. Vorstand und Präsidium der FBZ haben an mehreren Veranstaltungen im Namen der FBZ teilgenommen, so u.a. am Podium zum Stand des Kulturjournalismus im Theater Neumarkt im Nachgang zu den Entlassungen auch gerade im Kulturbereich.

Jahresausflug 2009 nach Neuchâtel
Der Jahresausflug 2009 führte Ende August bei superbem Wetter dem Jurasüdfuss entlang ins Centre Dürrenmatt oberhalb Neuchâtel. Auf der Festi von Ligerz, Dürrenmatts erstem Wohnort, wurde ein Apéro serviert und per Schiff ging es mit 33 Teilnehmenden von Ligerz nach Biel. Der Dramatiker Friedrich Dürrenmatt, der dort lange lebte und arbeitete, hat im Dezember 2010 übrigens 20. Todestag... wer sich wieder einmal in sein Werk einlesen will, findet sicherlich einige Anregung – auch in Vorbereitung auf die Wahlen 2011.
Die Führung durchs ehemalige Wohnhaus und heutige Centre Dürrenmatt und durch die aktuelle Ausstellung zu Pier Paolo Pasolini war aufschlussreich und sehr spannend. Davor wurden wir vom Bundesamt für Statistik, das gleich gegenüber des Bahnhofs liegt, empfangen – und in die Arbeit des BFS eingeführt sowie mit Medienstatistik ausgestattet. Die sachdienliche Information allerdings, das Centre Dürrenmatt befände sich gleich oberhalb des Bundesamtes für Statistik und sei nur ein Katzensprung vom BFS entfernt, wie uns vom Pressedienst des BFS mit Nachdruck empfahl, erwies sich leider als zu tiefgestapelt.
Das Mittagessen in der rundum hellgrün gekachelten, charmanten Brasserie du Cardinal hat wohl die Kräfte, die beim Aufstieg verloren gingen, wieder ausgleichen können. Der Apéro und insbesondere der Ausblick vom Park der Festi die Geister neu belebt: Apero und Aussicht von der Festi, in der Friedrich Dürrenmatt als Gast der Textilkünstlerin und Lehrerin der Kunstgewerbeschule Zürich Elsi Giauque gelebt hatte, bevor er nach Neuenburg zog, waren zauberhaft. Mit der Schifffahrt von Ligerz nach Biel fand der Jahresausflug der FBZ 2010 seinen erholsamen Abschluss.

Am 11. November 2009 fand die traditionelle Kegeltrophy der FBZ statt – auch hierzu befinden sich auf der Website der FBZ Fotografien. Es gab nebst Ruhm und Ehre charmante Preise zu gewinnen.

2. Edition des Medienpreises für Freischaffende im November 2010$
Genau zwei Jahre nach der Verleihung des ersten Medienpreises ausschliesslich für Freischaffende, haben Anita und Ingrid die 2. Edition des Medienpreises angekündigt, und wiederum per Pressemitteilung und per persönliche Anfrage alle Partnerorganisationen und weiteren interessierten Vereine eingeladen, sich finanziell und idell am Preis zu beteiligen.
Die Preisverleihung wird am Samstag 6. November 2010 im Filmpodium Zürich, im Rahmen einer Matinée um 11 Uhr stattfinden, wiederum mit kurzen Videos der GewinnerInnen, die sich mit einer Einreichung einer Arbeit bis 30. Juni 2010 noch als solche empfehlen können!
Seit 2009 sind wir auch schon wieder in der Finanzierung des Preises engagiert, der von den FBZ-Vorstandsmitgliedern wiederum freiwillig zusätzlich und wie bei der ersten Edition vollumfänglich ohne Belastung der Budgets der FBZ durchgeführt wird. Wir werden den FBZ mit dem Preis für Freischaffende auch diesmal in keiner Form tangieren. Der Preis ist eine freie zusätzliche und unabhängnige Leistung des FBZ-Teams.

Zugesagt haben auf unsere Anfrage hin ihre ideelle und finanzielle Unterstützung bereits: NZZ, Tamedia AG, ProLitteris, Schule für Angewandte Linguistik SAL, MAZ (Fortbildungspreis), TomTalent, Faber-Castell (Stilpreis für Redaktionen und RedaktorInnen). Die überregionale Arbeitsgemeinschaft der Freien von Impressum haben ebenfalls ihre Unterstützung definitiv zugesagt. Impressum (Patronage) und ZPV haben ihr Interesse bekundet, wir warten noch auf die definitive Zusage. An alle Partner herzlichen Dank für ihr Interesse und Engagement. Der Preis ausschliesslich für Freischaffende wird von diversen Partnern unterstützt.

Die zahlreichen finanziellen Zusagen freuen uns sehr und zeigen uns noch einmal, dass die erste Edition des Preises ein wirklicher Erfolg war und ein Preis ausschliesslich für Freischaffende ein Bedürfnis ist – nicht nur bei den Freischaffenden selbst. Die Sponsoren des Medienpreises für Freischaffende unterscheiden sich - mit der logischen Ausnahme der wichtigen Zürcher Medienhäuser NZZ und Tamedia – von den Sponsoren des langjährigen Zürcher Journalistenpreises.
Ingrid Isermann, Angela Allemann, Claudia Carl und Silvia Gassmann möchte ich für Ihre zusätzliche freiwillige Mitarbeit auch in der Finanzierung des Preises sehr herzlich für das ungewöhnlich grosse Engagement danken, allen voran Ingrid Isermann, Ehrenpräsidentin der 2. Edition des Medienpreises für Freischaffende.

Einsendeschluss 30. Juni 2010: Alle Freischaffenden sind wiederum zur Teilnahme herzlich eingeladen. Der Preis wird in zwei Kategorien verliehen: der Kategorie der veröffentlichten Arbeiten, und der Kategorie der unveröffentlichten Arbeiten/neuen journalistischen Formen. Anmeldeformular unter www.journalists.ch; Es können Beiträge aus Schweizer Medien sowie Beiträge, die in nicht-schweizerischen Medien erschienen sind, jedoch einen Bezug zur Schweiz haben, eingereicht werden.

Vergünstigungen für FBZ-Mitglieder:
Ingrid Isermann hat für FBZ-Mitglieder eine Reduktion auf das Abonnement des Magazins Du organisiert: es kostet für FBZ-Mitglieder CHF 80 statt CHF 160 im Jahr. Weitere Rabatte können auf der Website der FBZ eingesehen werden. Regelmässig kann ich Rabatt-Aktionen für Moleskine-Notizbücher anbieten.
 
Kongress des investigativen Journalismus: 22.-25. April in Genf
Reduktion von 50 % des Beitrages: für Freischaffende von impressum kostet die Teilnahme CHF 250, statt CHF 500. Ausserdem besteht auf Nachfrage des FBZ-Vorstands die Möglichkeit, aufgrund finanzieller Verhältnisse eine weitere Reduktion zu erhalten. Die FBZ hat den Kongress bereits sehr früh in der Rubrik Agenda unserer Website angekündigt, sowie den Reduktionsentscheid von Impressum umgehend kommuniziert. Am internationalen Kongress wird u.a. der sehr bekannte amerikanische Journalist Seymour Hersh, der Dokumentarautor William Karrel teilnehmen.
 

Auf unserer Website www.journalists.ch informieren wir Sie laufend über Wissenswertes, Aktuelles rund um die Medienszene. Ingrid Isermann betreut als Kolumnistin zudem die Kulturtipps und schreibt regelmässig ebenso fundierte wie kurzweilige Buch- und Filmempfehlungen.

Riesiger Dank an Claudia Carl
Claudia Carl hat sich nach fast einem Jahrzent Engagement für die FBZ entschieden, sich verstärkt im schulpsychologischen Dienst Regensdorf zu engagieren und die Geschäftsführung der FBZ abzugeben. Das war zuerst ein kleiner Schock, denn der gute Geist der FBZ ist zu einem grossen Teil das Werk Ihres Engagements, Ihrer kontinuierlichen und sorgfältigen Geschäftsführung in Administration und Buchhaltung und ganz einfach auch: Ihrer positiven und energiegeladenen Art! Zum Glück bleibt sie uns als Mitglied der FBZ erhalten. Für all Ihre Arbeit in den vielen Jahren, ihr Herzblut möchte ich Dir liebe Claudia im Namen des Vorstands und aller Aktiv- und Passivmitglieder, Partnerorganisationen sehr sehr herzlich danken.

Willkommen Silvia Gassmann
Claudia Carl hat sich nach fast einem Jahrzent Engagement für die FBZ entschieden, sich verstärkt im schulpsychologischen Dienst Regensdorf zu engagieren und die Geschäftsführung der FBZ abzugeben. Das war zuerst ein kleiner Schock, denn der gute Geist der FBZ ist zu einem grossen Teil das Werk Ihres Engagements, Ihrer kontinuierlichen und sorgfältigen Geschäftsführung in Administration und Buchhaltung und ganz einfach auch: Ihrer positiven und energiegeladenen Art! Zum Glück bleibt sie uns als Mitglied der FBZ erhalten. Für all Ihre Arbeit in den vielen Jahren, ihr Herzblut möchte ich Dir liebe Claudia im Namen des Vorstands und aller Aktiv- und Passivmitglieder, Partnerorganisationen sehr sehr herzlich danken.
Claudia Carl hat die Geschäftsstelle der FBZ im Frühjahr 2010 übergeben und Silvia Gassmann eingearbeitet. Am 1. März hat die neue Geschäftsführerin, Silvia Gassmann angefangen und ich möchte sie im Namen der FBZ auch offiziell sehr herzlich willkommen heissen. Die FBZ ist neu an der Löwenstrasse 1 beheimatet und hat dort auch das FBZ-Archiv gelagert. Silvia Gassmann steht per E-Mail und per Telefon für Anfragen und Rückfragen zu Bürozeiten zur Verfügung. Wichtige Mitteilungen werden auch künftig via Website und E-Mail kommuniziert. Auf der Website befinden sich aktuell wichtige Informationen zur Ausübung des Berufs, etwa zu Urheberrechtsfragen – und natürlich das JournalistInnen-Verzeichnis.

Vereinsversammlung 2010 mit Filmvorführung
Die Vereinsversammlung der FBZ 2010 findet für einmal nicht im Turmzimmer des Neumarkts statt, sondern für eine Filmvorführung gleich in den Räumlichkeiten des Inhouse-Kinos an der Neugasse 10. (Das Haus ist im übrigen auch Adresse von Swiss Films und weiteren Filmförderungsinstitutionen). Der Film „A Lion‘s Trail“ des südafrikanischen Filmers François Verster, den ich für den Anschluss an die VV ausgewählt habe, ist ein beeindruckendes Stück investigativer Journalismus. Ein Film, der sensibilisiert und Mut macht, sich als Journalist hartnäckig und mit Menschlichkeit für mehr Gerechtigkeit einzusetzen. Er dokumentiert in starken Bildern die Geschichte eines südafrikanischen Musikers und Zulu-Hirten nach, der die Melodie des Lieds „The Lion sleeps tonight“ komponiert hat – jedoch seine Urheberrechte nie geltend machen konnte. Der Film wurde 2006 u.a. mit dem Emmy Award ausgezeichnet.

Anschliessend an die VV und Film sind alle herzlich eingeladen, sich dem Abschlussessen mit Claudia Carl im Restaurant Alpenrose anzuschliessen.

Ich hoffe auf ein trotz widrigen Umständen erfolgreiches und erfreuliches neues Vereinsjahr 2010/2011 und danke dem gesamten FBZ-Team im Voraus für ihre wertvolle und vertrauenswürdige Vereinsarbeit. Ich freue mich auf eine rege Teilnahme an den Veranstaltungen der FBZ, u.a. des Jahresausflugs ins Tessin, organisiert von Vorstandsmitglied Angela Allemann, die u.a. als freie Reisejournalistin tätig ist – und spätestens auf ein Wiedersehen zur Preisverleihung der 2. Edition des Medienpreises für Freischaffende am 6. November 2010.

Zürich, 22. April 2010. Anita Hugi, Präsidentin FBZ, Vorstand FBZ
 
Jahresbericht der FBZ zum Geschäftsjahr 2008 / 2009  Druckversion

 

Jahresbericht der Präsidentin der FBZ zum Geschäftsjahr 2008/2009

Was eine lebenswerte Welt ausmacht, ist keine eitle Frage. Judith Butler

 Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Geschäftsbericht das frisch gedruckte Jahr- und Lesebuch der FBZ überreichen zu dürfen. Sie können sich darin über unsere Aktivitäten seit April 2007 informieren. Erstmals auf Papier publiziert sind darin die drei mit dem ersten Preis für Freischaffende im November 2008 ausgezeichneten Artikel. Es sind journalistische Arbeiten, die der Frage nach einer lebenswerten Welt nachgehen.

  „Wir wollen uns für die die Arbeit und Anerkennung der freischaffenden Journalistinnen und Journalisten einsetzen, die für eine widerstandsfähige und vielfältige Medienlandschaft notwendig sind. Wir wollen weiterhin Journalistinnen und Journalisten und die anderen Akteure der Medienwelt (Manager, Chefredaktoren, Verleger, Werbewirtschaft) zu ihrem Beitrag zu einem verantwortlichen, engagierten Journalismus auffordern.“

So ambitioniert lauteten die Ziele des FBZ-Vorstandes für das Geschäftsjahr 2008/2009. Ein sehr aktives und engagiertes FBZ-Leitungsteam sowie tatkräftige MitstreiterInnen haben dazu beigetragen, dass diese hoch gesteckten Ziele erreicht, wenn nicht sogar übertroffen wurden. Das Vereinsjahr 2008/2009 war ein mehr als arbeitsreiches Geschäftsjahr, das den Freien Journalismus und die FBZ u.a. mit dem ersten Medienpreis für freischaffende Journalistinnen und Journalisten positiv in Erinnerung rief. 

FBZ-Hauptanlass 2008: Erster Medienpreises für Freischaffende

Nach dem Podium zum Stand des Journalismus im Herbst 2007 im Dada-Haus Zürich (mit René Zeller, Iris Radisch, Constantin Seibt, Nina Scheu) war der Hauptanlass der FBZ 2008 die Konzipierung und Durchführung des ersten Medienpreises für freischaffende Journalisten, den Preis für unabhängigen Journalismus. Der Preis wurde in zwei Kategorien am 2. November 2008 im Kino Riff Raff 1 an drei PreisträgerInnen verliehen.

Nach einer abschlägigen Antwort der Stiftung Zürcher Journalistenpreis auf das Gesuch der FBZ, einen spezifischen Medienpreis für Freischaffende zu vergeben (vgl. Geschäftsbericht 2007/2008), wagten Ingrid Isermann und Anita Hugi den grossen Schritt und lancierten am 25. Juni 2008 den ersten Pressepreis für Freie im deutschsprachigen Raum, der auf der Website der FBZ, www.journalists.ch ausgeschrieben und per Pressemitteilung angekündigt wurde. Arbeiten aus freier Mitarbeit (Printjournalismus und elektronischen Medien) konnten in zwei Kategorien eingereicht werden: „Veröffentlichte Arbeiten“ und „Unveröffentlichte Arbeiten und neue journalistische Formen“.
Der neue Medienpreis für Freischaffende war ein voller Erfolg. Trotz einer relativ kurzen Eingabefrist (vom 25. Juni bis 24. August 2008) nahmen am ersten Medienpreis zahlreiche exzellente freischaffende JournalistInnen teil. Es wurden in der ersten Kategorie acht, in der zweiten Kategorie vier Arbeiten für den Preis nominiert. Ziel der Nominierung und späteren Publizierung von zwölf Artikeln war es,  die vom freien Journalismus abgedeckte Themenbreite zu dokumentieren und einem breiten Publikum aufzuzeigen, dass viele bekannte Autoren oft nicht zu den Bedingungen von Festangestellten für eine Zeitung arbeiten, sondern in eigenem unternehmerischen Risiko zu den mittlerweile allgemein bekannten miserablen Honorar- und Versicherungsbedingungen.
 
„Hinter den Bergen“ von Dominik Gross, „Fliessendes Land“ von Angelika Overath und „Karriereziel Gangsterboss“ von David Bauer sind die Titel der mit dem ersten Medienpreis für Freischaffende ausgezeichneten Artikel. Die mit einem Stilpreis für faire Zusammenarbeit ausgezeichneten Festangestellten, welche die freien Mitarbeiter nominierten konnten, freuten sich über die Auszeichnung und nahmen an der Preisverleihung im Kino Riff Raff teil.
 
Die prämierten Texte sowie die weiteren für den Medienpreis nominierten Artikel sind seit der Preisverleihung, 2. November 2008, auf der von Anita Hugi erstellten Website RARES.at online publiziert. Diese zwölf Artikel dokumentieren die Spezialisierung vieler freier JournalistInnen auf aufwändige Hintergrundinformation, Recherche und Reportagen. Die Publikation der nominierten Artikel wurden mit einem Online-Publikationshonorar von CHF 250.- entgolten. Insgesamt generierte die Website www.rares.at seit November mehr als 13‘600 Besucherinnen und Besucher (Stand 3. April 2009).
 
Anita Hugi, Ingrid Isermann und Claudia Carl konnten den Preis und die Preisverleihung ohne das laufende Budget in irgendeiner Form zu belasten durchführen. Wir schliessen das Jahr mit einem ausgeglichenen Budget und wiederum mit einem kleinen Gewinn ab.
 
Die Lancierung des Preises war ein Powerplay des FBZ-Teams Ingrid Isermann, Claudia Carl und Anita Hugi. Grosser Dank geht von uns an die Jury des Preises, Judith Stofer, Zürich, Corinne Buchser, Bern, Jörg Bundschuh, München für die sorgfältige und zeitaufwändige Jurierung der eingegangenen Arbeiten, an den Filmer Eduard Erne, Zürich und die Cutterin Nicole Hussy, Zürich, die für die Preisverleihung im Kino Riff Raff von den drei PreisträgerInnen exzellente Videoporträts für die FBZ produzierten, an DJane Anne Air, die Künstlerin Lena Eriksson und die Designerin Linda Baumann und viele andere mehr für ihr Engagement.
 
Besonderen Dank möchte ich dem Vorstands- und Jurymitglied Ingrid Isermann aussprechen, die mit ihrer Tatkraft die Durchführung der langjährigen Idee eines Medienpreises für Freischaffende sicherte. Ich möchte mich auch herzlich bei Impressum Fribourg für die finanzielle und ideelle Unterstützung in Form des Patronats bedanken. Ferner haben Tamedia, die NZZ, die WochenZeitung, Gossweiler Medien und auch das Präsidialdepartement Zürich, den ersten Preis für Freischaffende unterstützt.
 
Grossen Dank geht für allen administrativen Sonderaufwand für den Medienpreis für Freischaffende an die Geschäftsführerin Claudia Carl, die die eingegangenen Artikel für den ersten Medienpreis für Freie zu Handen der Jury zusammen stellte sowie alle weiteren administrativen Abläufe im Zusammenhang mit diesem ersten Preis für Freischaffende hochprofessionell und engagiert durchführte.
 
Horizonte eröffnende Vereinsaktivitäten im 2008
Das neue Vereinsjahr begann nach der letzten Generalversammlung mit einem sehr gut besuchten, von FBZ-Mitglied Rolf Bühler organisierten Ausflug ins Paul Scherrer Institut in Villmergen (siehe FBZ-Jahrbuch).
Der traditionelle Jahresausflug, organisiert von Bahnjournalist und FBZ-Mitglied Johannes von Arx, führte langjährige und neue Mitglieder der FBZ sowie weitere Interessierte diesmal über die Schweizer Landesgrenzen hinaus: nach Konstanz und Meersburg (siehe Bericht im Jahrbuch).
 
Anita Hugi und Ingrid Isermann haben für die FBZ an verschiedenen journalistischen Veranstaltungen teilgenommen, u.a. am ComSum von ZPV und SPRG an der ETH Zürich im Januar 2009. Zu aktuellen journalistischen Themen wurden Berichte, Kommentare sowie Kulturtipps verfasst und auf die Website gestellt. Auf die wertvollen Vereinsinformationen wie Urheberrecht, Honorarausfall usf. wurde in Online-Meldungen hingewiesen. In der Rubrik „3 Fragen an“ gingen wir aktuellen Fragen u.a. im Journalismus nach. Eine Auswahl dieser Interviews wird in der neuen FBZ-Broschüre publiziert.
 
Claudia Carl hat diverse neue Kunden für Werbung auf unserer Vereinswebsite www.journalists.ch und finanzielle Unterstützung für unsere Vereinsanlässe gewonnen und letztere organisatorisch hervorragend betreut, die Buchhaltung exzellent geführt. Gemeinsam hat das FBZ-Team diverse Anfragen zur Ausübung des Berufs, z.B. zum Thema Steuern, beantwortet.
 
Kontinuierliche JournalistInnen-Treffen
Die im vorigen Geschäftsjahr lancierten Journalisten-Treffen gingen ins zweite Jahr und fanden an zentral gelegenen Lokalitäten der Stadt Zürich statt, u.a. in der Bar des Theaters Neumarkt, der Lounge des Restaurants Terroir am Pfauen. Vor den Sommerferien 2008 fand das JournalistInnen-Treffen bei bestem Wetter Open-Air statt, mit Freibier und Tessiner Limonade am Ufer der Limmat im neu gestalteten Wipkinger Park. „Special Guest“ des Sommer-Treffens war Salva Leutenegger, die neue Impressum-Generalsekretärin in Zürich. Am Open-Air-Treffen nahmen verschiedene Journalisten, insbesondere festangestellte Kolleginnen und Kollegen und FBZ-Mitglieder teil.  Die JournalistInnen-Treffen waren teilweise sehr gut besucht und boten auch in kleinen Runden Möglichkeiten für kollegiale Kontakte und journalistische Zusammenarbeit – zum Beispiel zwischen Fotografen und Journalistinnen für gemeinsame Reportagen.
 
Das neue Jahr 2009 begannen wir mit einem guten und nahrhaften Essen in der Brasserie Bernoulli. „Speck ansetzen“ war unser Motto und das durchaus auch als Galgenhumor zu verstehende Gegenmittel zur Krise in den Schweizer (Print-) Medien, die sich schon vor der anbrechenden Weltwirtschaftskrise aus diversen Gründen anbahnte (Inserateverschiebung ins Internet, fehlende Innovationen usf). Denn jetzt geht es, wie es ein Medienjournalist an einem der Journalistenreffen im Herbst sagte, „an die Speckschwarte“. Diese wurde dann auch aufgetischt: Jedem und jeder der rund 30 teilnehmenden Journalistinnen und Journalisten, freien Fotografinnen und Fotografen wurde eine saftige Bio-Speckschwarte an Herz und Nieren gelegt, welche die Köchin der Brasserie Bernoulli in Zürich mit Dampfkartoffeln und Bohnen garnierte. Es war ein angeregter und anregender Abend unter Kolleginnen und Kollegen – oder, wie ein langjähriges Mitglied zum Abschluss sagte, „der beste FBZ-Anlass seit Jahren“. 
 
Weiter so, sagen wir uns – und Ihnen, liebe Mitglieder. Wir freuen uns, halten Sie uns und dem freien Journalismus mit ihrer Aktiv- oder Passivmitgliedschaft die Treue, oder engagieren Sie sich als neues Mitglied des seit mehr als 40 Jahren bestehenden Vereins freier Journalistinnen und Journalisten. Anregungen und auch Feedbacks auf die Aktivitäten der FBZ und das neue FBZ-Jahrbuch freuen uns.
 
Der Jahresbeitrag von CHF 60  ist einer der niedrigsten im Schweizer Journalismus und ist, so glauben wir, gut investiert: Wir wollen uns auch im neuen Vereinsjahr für eine widerstandsfähige Schweizer Medienlandschaft engagieren, die sich nicht nur gute Unterhaltung, sondern insbesondere einer ebenso glaubwürdigen wie nachhaltigen Information der Öffentlichkeit verschreibt. Sei es nun in den neuen Publikationsmöglichkeiten des Internets, der Print-Presse oder Radio- und Fernsehen.
 
Ja, wir glauben, dass die Frage, was eine lebenswerte Welt ist,  keine eitle Frage ist. Und wir denken, dass die JournalistInnen als Schreibende,  Recherchierende, Informierende viel zu dieser Diskussion beitragen können – und müssen. Die Medienlandschaft Schweiz ist in heftigem Umbruch, und mancherorts mehr als das: am Einbrechen. Bei „Basler Zeitung“ und „NZZ“ sind Pensen und Budgets gestrichen worden, die alteingesessene Berner Tageszeitung „Der Bund“ wehrt sich hartnäckig gegen eine Zusammenlegung oder Auflösung der Redaktion und der Zeitung.
 
Das Prekariat der Freischaffenden wird sich vergrössern. Das Volumen an journalistischer Berichterstattung aus freier Mitarbeit wird zunehmen. Die Honorare für diese Arbeit sollen diesem Umstand Rechnung tragen, auch wenn alle Zeichen in die andere Richtung deuten. Die Freischaffenden sind Urheber und Inhaber ihrer journalistischen Arbeit, und sollen für ihre Arbeit gerechten Lohn verlangen – und erhalten. Das ist ein Ziel, das wir nicht alleine erreichen können, das wir jedoch ohne zu ermüden und in positivem Nachdruck einzufordern im Sinne haben.
 
FBZ-Mitgründerin Marie-Thérèse Larcher, Ehremitglied der FBZ, feierte am 26. März ihren 90. Geburtstag und wir gratulieren Marie-Thérèse ganz herzlich! Als Vertreterin der Nachfolge-Generation von Journalistinnen möchte ich ihr ganz persönlich für ihre über viele Jahrzehnte andauernde Arbeit für die FBZ danken, die heute mir und vielen anderen jungen Journalistinnen und Journalisten zugute kommt. Sehr herzlich danken möchte ich auch Virginia Bodmer für Ihr kontinuierliches Engagement für die FBZ.
 
Wir werden uns von der FBZ weiterhin auf diversen Ebenen dafür einsetzen, dass der freie Journalismus gehört wird und seinen Beitrag zu einer demokratischen Wissensgesellschaft leistet. Wir werden uns als Vorstand dafür einsetzen, dass der Austausch und die Kollegialität zwischen den Journalistinnen und Journalisten angeregt wird. Wir werden mit dem traditionellen Jahresausflug und weiteren Aktivitäten den Austausch und die Erfahrungsvermittlung zwischen älteren Mitgliedern und jüngeren Kollegen, zwischen Journalistinnen und Lesenden fortsetzen.
 
Es sind die FBZ-Mitglieder Eleonore von Planta, Margrit Baumann und Andrea Werner Mäder verstorben und wir möchten ihr ehrenvolles Andenken bewahren, auch dankkbar für Ihre Unterstützung der FBZ. Posthumer Dank möchte der Vorstand der FBZ auch an die grosszügige und weitsichtige Gönnerin der FBZ-Fürsorgestiftung Mabel Zuppinger. Sie hat 1938 die Frauenzeitschrift "Annabelle" als erste Chefredaktorin gegründet und war Redaktorin der ersten Stunde der neu gegründeten "Weltwoche" unter Karl von Schumacher und Manuel Gasser.
 
Wir freuen uns, dass wir mit unserem Medienpreis für unabhängigen Journalismus den Freien Journalismus und insbesondere auch die Qualität und Nachhaltigkeit der Vereinsarbeit der FBZ in diesem Jahr in besonderem Masse kommunizieren konnten. „Die FBZ waren noch nie so sehr in den Medien vertreten und wurden noch nie so stark wahrgenommen“, hiess es von vielen Seiten anerkennend. Solche und andere Anerkennung freut uns am Ende dieses arbeitsreichen Geschäftsjahres besonders. Es ging uns darum, trotz zunehmend widrigen Umständen ein positives Zeichen für lesenswerten Journalismus zu setzen.
 
Anita Hugi, Präsidentin der FBZ
Und der Vorstand der FBZ
 
7. April 2009 
 
 
Jahresberichte  Druckversion

Jahresbericht 2007/08
Jahresbericht 2006/07
Jahresbericht 2005/06
Jahresbericht 2004/05
Jahresbericht 2003/04
Jahresbericht 2002/03
Jahresbericht 2001/02
Jahresbericht 2000/01

 

Bericht der FBZ-Präsidentin Anita Hugi zum Geschäftsjahr 2007/2008

Das Jahr 07/08 war ein ereignisreiches in der bereits mehr als vierzigjährigen Geschichte der FBZ. Der Fokus des Vorstands lag auf einer grösseren Präsenz und einer breiten Wahrnehmung der Arbeit und Anliegen der freischaffenden JournalistInnenund FotografInnn – bei festangestellten Redaktoren, bei Medienjournalisten, Chefredaktoren, Verlegern und den Freien selbst. Diese Präsenz haben wir mit verschiedenen Aktivitäten, kämpferischen wie spielerischen, verstärkt.
 
Der Hauptanlass der FBZ für die aktiven Journalistinnen und Journalisten fand im September 2008 statt: Das neue Arbeitsjahr wurde mit einem von Ingrid Isermann, Anita Hugi und Claudia Carl organisierten öffentlichen Podium zum Stand des Journalismus eröffnet. Das Podium der FBZ war mit Iris Radisch, Constantin Seibt, René Zeller und Nina Scheu hochkarätig besetzt und fand im Herzen der Zürcher Altstadt, im Saal des historischen Dada-Hauses Zürich statt.
Dieser Anlass war für die FBZ wegen seiner Grösse ein Wagnis – und ein voller Erfolg. Das Podium der FBZ wurde sehr gut besucht. Es kamen rund 50 Zuhörer und Zuhörerinnen diverser Medien. Es waren im Publikum unter anderen festangestellte und freie JournalistInnen und FotografInnen von NZZ, Tages-Anzeiger, heute, Du, Zürichsee Zeitung, WoZ, Schweizer Fernsehen, Schweizer Radio DRS sowie StudentInnen von Journalistenschulen anwesend. Das Podiumsgespräch, das rund 90 Minuten dauerte, leiteten Anita Hugi und Ingrid Isermann.
Die Podiumsgäste Iris Radisch (Literaturchefin Die Zeit), Constantin Seibt (Reporter Tages-Anzeiger, wenig später „Journalist des Jahres“), Nina Scheu (freischaffend u.a. für Tages-Anzeiger, NZZ) und René Zeller(Partner Farner PR, vormals Inlandchef NZZaS) sprachen über ihren persönlichen Werdegang und diskutierten offen und durchaus kontrovers ihre Sicht der Entwicklungen im Journalismus und in den (Schweizer) Medien. Weitere Themen waren die Aus- und Fortbildung für festangestellte und freie Journalisten, welche die Verlage seit jeher grosszügig vernachlässigen würden, so die Podiumsteilnehmer. Der Stand der Freischaffenden und die Abwanderung engagierter JournalistInnen in den PR-Bereich waren weitere Themen.
Nach dem rund eineinhalbstündigen Podium gab es Raum für Gespräche und Kontakte – und Sounds. Sabine Renz, legendäre Moderationsstimme der Abendsendungen auf DRS 3, stellte der FBZ auf Anfrage ihren persönlichen i-Pod als Jukebox zur Verfügung. Die Veranstaltung der FBZ zum Stand des Journalismus war, wie die Rückmeldungen verdeutlichten, ein anregendes, da engagiertes, mutiges Podium. Wer nicht kam, hat etwas verpasst.
Für den Anlass wurde ein Eintritt verlangt. FBZ-Mitglieder und StudentInnen erhielten eine Ermässigung. Für den Anlass konnten Sponsoren geworben werden, welche Ingrid Isermann organisierte. Das Café des Dada-Hauses hat auf Anfrage von Anita Hugi auf eine Grundgebühr für die Benützung der Bar verzichtet. Auf den Anlass wurde u.a. im Tages-Anzeiger in der Ausgehrubrik (auf nachhakende Anfrage) hingewiesen, was uns freute, da die FBZ so auch einmal ausserhalb der JournalistInnen-Kreisen sichtbar wurde.
Der ZPV führte die Idee eines Podiums zum Stand des Journalismus fort und veranstaltete ihrerseits später ein Podium zur Zukunft des Journalismus.
 
Es fanden weitere Aktivitäten für die aktiven und passiven Mitglieder statt. Im August veranstalteten die FBZ den traditionellen Jahresausflug der FBZ. Diesmal ging die Reise in den Osten, in die ehemalige Textilhochburg St. Gallen und ins Appenzeller Land. Der Jahresausflug, den das FBZ-Mitglied Rolf Bühler und das FBZ-Team zusammen stellten, war trotz triefendem Regen gut besucht. Es kamen vor allem ältere Mitglieder der FBZ, jedoch auch Fotografinnen und Autoren, die neu oder noch nicht Mitglied sind. Die Führung durch St. Gallen mit Lisa Lichtensteiger, der Besuch der Altstadt, der roten Tartan-Stadtlounge der St. Galler Künstlerin Pippilotti Rist, des imposanten Klosterbezirks mit Kirche und natürlich der legendären Stiftsbibliothek inspirierten. Das Mittagessen im Stübli eines Restaurants in der St. Galler Altstadt war exzellent. Anschliessend ging es auf ein Alpenbitter nach Appenzell, wo Rolf Bühler eine Besichtigung der Alpenbitter-Fabrikation wie auch eine spannende Führung durch das Städtchen und seine Geschichte organisiert hatte. Schon nur die Fahrt übers Land und durch seine sanften tiefgrünen Hügel mit den vereinzelt liegenden Gehöften war die Reise wert.
 
Von Seiten der Stiftung Zürcher Journalistenpreis erhielt die FBZ im Frühling 2007 Antwort auf eine noch vom vormaligen Vorstand initiierte Anfrage. In dem von Barbara Bischof und Anita Hugi verfassten Schreiben wurde ersucht, in einer Prämierung transparent zu machen, wenn eine mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnete Arbeit in freier Mitarbeit entstanden ist. Bis anhin wurde der Publikationsort, also z.B. die NZZ, erwähnt. Das (auch: finanzielle) Risiko bei in freier Mitarbeit entstanden Beiträgen trägt ja primär die Journalistin bzw. der Journalist, nicht das Publikationsorgan. Der Stiftungsrat teilte der FBZ mit, dass auf einen spezifischen Preis für Freie verzichtet werde, jedoch künftig erwähnt werde, wenn eine Arbeit in freier Mitarbeit entstanden ist. An der Verleihung des nachfolgenden Journalistenpreises im Mai 2007 wurde dann Christian Schmidt in freier Mitarbeit entstandene Reportage „Ein Bauernopfer?“ teilweise als freie Mitarbeit für die NZZ ausgezeichnet.
 
Vor den grossen Sommerferien hatten die beiden Vorstandsmitglieder Ingrid Isermann und Anita Hugi auf der Website der FBZ und via E-Mail ein Sommerrätsel veranstaltet. Ziel war es einerseits, die Mitglieder zu beschenken und andererseits neue Mitglieder zu gewinnen und Festangestellte auf die Anliegen und die Inhalte der Website der FBZ hinzuweisen – in charmanter Art. Zu gewinnen gab es nicht weniger als zehn illustre Preise, u.a. Gratis-Flüge, eine Zürcher Designer-Sonnenbrille, FBZ-Bleistiftsets, Schweizer Wein und Bücher, welche vor allem Ingrid Isermann organisierte. Die Fragen waren offenbar gar nicht so einfach und beinhalteten sowohl Fragen zur Berufssituation der JournalistInnen wie auch zur Branche und zu gesellschaftlichen Themen. Am Wettbewerb nahmen Nicht-Mitglieder teil. Diese werden seither auf die Aktivitäten des FBZ per Mail hingewiesen und eingeladen
 
Seit September 2007 findet ein- bis zweimonatlich ein neues, von der FBZ organisiertes Journalistinnen-Treffen statt. Ziel ist es, den Mitgliedern und auch anderen Journalistinnen und Journalisten Anlass für Kontakte und eine dichtere Vernetzung über die Redaktionen und Publikationen hinweg zu ermöglichen und Gespräche zum Journalismus und zum Berufsstand anzuregen. Es wurde via E-Mail und via Website und durch persönliche Einladungen durch den Vorstand eingeladen. Das erste JournalistInnen-Treffen fand im Restaurant Reithalle Gessnerallee Nähe Hauptbahnhof Zürich statt, um auswärtige JournalistInnen dabei haben zu können. Es kamen rund zehn Journalistinnen und Fotografinnen, darunter auch GewinnerInnen des FBZ Sommerrätsels 2007. Das zweite JournalistInnen-Treffen fand im JournalistInnen-Wohnquartier Wipkingen im (beliebten) Lokal „Kafischnaps“ statt. Auch dieses zweite Treffen stiess auf Interesse. Es kamen aktive Mitglieder und weitere interessierte Journalistinnen. Wie die Reithalle war auch das Kafischnaps für wirkliche Gesprächsrunden wegen schlechter Isolation zu laut, deshalb wurde ab dem dritten Treffen in das Café des Dada-Hauses Zürich gewechselt, zu dem jedoch vielleicht wegen der Vorweihnachtssituation nur wenige kamen. Niklaus Stauss war mit Kamera dabei. Das erste Treffen im neuen Jahr fand im Restaurant Terrasse am Bellevue statt. Es kamen rund 15 Leute, mehrheitlich Mitglieder, dabei. Die FBZ spendierte ein Glas und die Journalistinnen und Journalisten erzählten über ihr journalistisches Tun oder ihren Werdegang. Der Stammtisch etabliert sich langsam, es ist Interesse vorhanden, diesen weiterzuführen. Es passte bisher nicht immer allen das Datum. Der Stammtisch fand im 2007 mittwochs oder donnerstags statt. Im neuen Jahr dienstags. An die von den FBZ organisierten JournalistInnen-Treffen kamen bisher sowohl freischaffende wie festangestellte JournalistInnen und auch FotografInnen, Mitglieder und Nichtmitglieder. So wurden neue Kontakte über die Redaktionen hinweg ermöglicht – es kamen neben freischaffenden JournalistInnen auch Festangstellte von NZZ diverser Ressorts, des Schweizer Fernsehens/3sat, swissinfo , work anwesend.
 
Im Januar 2008 fand der mittlerweile auch schon fast traditionelle Kegelabend statt. Es wurde in zwei Teams aus Spass an der Freud gekegelt. Zudem gab es für die Siegerinnen und Sieger kleine Preise – NZZFilm sponserte auf Anfrage eine Box ihrer Dokumentarfilme. Nach dem Sport waren Pizza und Pasta angesagt, und Gespräche. Für den Vereinsanlass hat die Geschäftsführerin Sponsoren finden können, was sich ebenfalls positiv aufs Budget auswirkte.
 
Seit der VV07 hat das FBZ-Team fleissig an der Website gearbeitet, Informationen aktualisiert und neue Meldungen ins Netz gestellt. Ingrid Isermann verfasste u.a. Buch- und Filmtipps als Kolumnistin. Die stete Aktualisierung der Website bedeutet viel Arbeit, welche z.B. beim ZPV in einem bezahlten Pensum geleistet wird. Trotz der anderen Ausgangssituation fanden sich auf der Website der FBZ immer wieder neue und spannende Meldungen, so diverse aktuelle Informationen über und für Medienschaffende (z.B. Zürich Filmfestival, Infos zu den FBZ, Hinweise auf Abgabedaten für Journalistenpreise, Rubrik „3 Fragen an“ u.a. mit Journalistikprofessor Michael Haller, der Publizistin Alice Schwarzer, Chantal Galladé während des Wahlkampfs, Kurzartikel zum Kulturförderungsgesetz, zu Pro Litteris etc.). Claudia Carl stellte die Agendaeinträge für FBZ und andere Organisationen (u.a. Journalistenpreise, Weiterbildungen), Banner- und Link-Werbung für den SV Medienpreis für vier Monate (Dez 07 – März 08) und Inserate online. In der Akuisition von Werbung auf der Website hat die Geschäftsführerin schöne Fische an Land gezogen – was das Budget ebenfalls nachhaltig positiv beeinflusst.
 
Die Vorstandsmitglieder Isermann und Hugi nahmen für die FBZ u.a. am grossen Journalistenkongress in Bern teil (Medientagung in Bern von SSM, comedia, Impressum) sowie an weiteren Veranstaltungen zu Journalismus und Kulturpolitik. Sie waren auch am Podium des ZPV wie am Communications-Summit der ZPV und der SPRG für die FBZ anwesend.  Der Sitz im monatlich tagenden Vorstand des ZPV blieb wegen Personalmangels im FBZ-Vorstand dieses Jahr vakant. Wir blieben jedoch mit dem ZPV in informellem Kontakt und hoffen nun, im neuen Jahr ein FBZ-Vorstandsmitglied zu den Sitzungen entsenden zu können.
 
Das sehr praktische Journalistenverzeichnisder FBZ, das Vivianne Berg ins Leben rief, wurde weiter gepflegt. Im 2007 konnten zudem rund 15 neue Einträge von Journalistinnenund Journalisten aufgeschaltet werden. Das JournalistInnenverzeichnis bietet so nach wie vor ein aktuelles und immer grösseres „Telefonbuch“ von (freischaffenden) Journalistinnen und Journalisten. In der Verbandszeitung von Impressum journalisten.ch wurde mehrmals auf das Journalistenverzeichnis redaktionell hingewiesen.
 
Das FBZ-Team stand auch dieses Jahr bei Anfragen mit Rat und Tat zur Seite. Anita Hugi, Virigina Bodmer, Claudia Carl, Ingrid Isermann beantworteten diverse Anfragen von JournalistInnen und anderen Interessierten zu Beruf und Berufsausübung bzw. Versicherung.
 
Die FBZ-Prädisentin Anita Hugi nahm auf kurzfristige Einladung des Impressum-Sekretärs Urs Thalmann an einer informellen Sondierungssitzung von Impressum und den Sozialpartnern (VSP) teil, in der es um den Stand der Freien Journalistinnen ging. Sie legte den VSP-Delegierten (hauptsächlich die Human Resources-Verantwortlichen der Verlage NZZ, Ringier etc.) das Engagement, das Volumen, die Relevanz und die im Gegensatz dazu nach wie vor und auch strukturell bedingte finanziell unterprivilegierte Lage der freischaffenden JournalistInnen dar.
 
Im März 2008 organisierte die FBZ für seine Mitglieder und weitere Interessierte einen Steuerkurs. Zur Veranstaltung, welche eine auf Steuererklärungen von JournalIstinnen spezialisierte Treuhänderin leitete, stiess auf angeregtes Interesse. Es kamen rund hälftig aktive Mitglieder und Journalisten, die (noch) nicht Mitglied sind. Der Steuerkurs fand im Zentrum Karl der Grosse in der Zürcher Altstadt statt. Es wurde ein Leitfaden abgegeben.
Der Steuerkurs war entgeltlich.
 
Die FBZ schliesst das Jahr mit ausgeglichener Rechnung, ja einem kleinen Gewinn ab, was das FBZ-Team sehr freut. Auch das Budget für das neue Jahr geht von einem kleinen Gewinn aus. Allen, die hierzu beigetragen haben, herzlichen Dank.
Das neue Jahr beginnt mit einem von Rolf Bühler organisierten Ausflug in das Paul-Scherrer-Institut. Es sind alle Mitglieder der FBZ und weitere Interessierte herzlich eingeladen. Der Jahresausflug wie auch eine neue Haupt-Jahresveranstaltung für JournalistInnen ist in Vorbereitung.
 
Der FBZ-Vorstand will im neuen Jahr wiederum neue aktive Berufsjournalistinnen und -journalisten und weitere Interessierte als Mitglieder für die FBZ gewinnen. Wir wollen weiterhin Journalistinnen und Journalisten und die anderen Akteure der Medienwelt (Manager, Chefredaktoren, Verleger, Werbewirtschaft) zu ihrem Beitrag zu einem verantwortlichem, engagiertem Journalismus auffordern. Wir wollen uns für die die Arbeit und Anerkennung der freischaffenden Journalistinnen und Journalisten einsetzen, die für eine widerstandsfähige und vielfältige Medienlandschaft notwendig sind.
 
Anita Hugi, Präsidentin FBZ

 


Bericht der FBZ-Präsidentin Vivianne Berg
zum Geschäftsjahr 2006/07


Mit der Frage: Wozu FBZ? begann ich den ersten Jahresbericht 1998/99. Seit damals hat sich die Frage verschärft. Immer weniger Mitglieder zeigen Interesse an dem, was beim Berufsverband geschieht. Ja, anderen Organisationen fehlt es ebenfalls an Nachwuchs und Engagement, die FBZ sind nicht die einzigen, die im Vorstand seit Jahren über die Auflösung der Organisation diskutieren, in letzter Zeit heftiger denn je. Wenn an dieser Vereinsversammlung die Zukunft der FBZ zur Debatte steht, scheint mir der Zeitpunkt gekommen, um nach neun Jahren Amtszeit aus Präsidium und Vorstand zurückzutreten.
Veranstaltungen mussten wir in den vergangenen Jahren oft mangels Anmeldungen absagen. Mit wenigen Vorstandsmitgliedern konnten wir ohnehin immer seltener Veranstaltungen organisieren. Jetzt verabschieden wir leider Barbara Bischof und Felix Weber aus dem Vorstand, in dem sie sich jahrelang engagiert hatten.
Es schien angebracht, die Aktivitäten auf www.journalists.ch zu verlagern und auch im Berichtsjahr sämtliche Seiten dieses weltweiten Auftritts zu pflegen, mit Informationen zum Urheberrecht, mit der Musterrechnung und Tipps für erwerbslose Freie anzureichern. Der Zürcher Presseverein ZPV, der sich einst www.journalists.ch gern angeschlossen hat, zog sich leider nach mehreren Jahren guter Zusammenarbeit davon zurück, sodass www.journalists.ch neu konzipiert werden musste. Das war arbeitsaufwändig und kostenintensiv. Doch mit der Kolumne von Yves Nimis konnte erstmals - zusätzlich zu Meldungen und berufsbezogenen Informationen – humorvoller Lesestoff geboten werden.
Hauptgrund für die Existenz von www.journalists.ch ist seit jeher das Journalistenverzeichnis, das den fast 200 Freien von Zürich bis Genf, Miami, Moskau und Peking hoffentlich spannende und gut honorierte Aufträge bringt. Die Titelseiten von www.presseverein.ch wie auch von www.impressum.ch  und www.die-freien.ch verweisen auf das Journalistenverzeichnis. Ausserdem hat die Arbeitsgemeinschaft der freien Berufsjournalistinnen und -jorunalisten der deutschsprachichgen Schweiz die Merkblätter der FBZ, nach Absprache, in ihr «Handbuch für Freie» aufgenommen.
Auch auf andere Weise haben sich die FBZ für Freie eingesetzt. Wie in den Vorjahren nahm ich wiederum für die FBZ am Jahreskongress des Verbandes Schweizer Presse teil. Auf Anfrage der Schule für angewandte Linguistik berichtete ich vor einer Klasse mit angehenden Medienschaffenden, worauf sie als Freie, oder aber als Redaktionsmitarbeitende im Umgang mit Freien, achten sollten. Und als die Anfrage für die Mitwirkung im Konsultativgemium bei einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds zur sog. Neuen Selbständigkeit kam, half ich für die FBZ gerne mit: denn Freie verfügen über reiche Erfahrung mit dieser Selbständigkeit, die neuerdings als "Neue Selbständigkeit" bezeichnet wird. Schliesslich hat der FBZ-Vorstand beim Zürcher Journalistenpreis angeregt, eine neue Kategorie für die Arbeiten von Freien zu schaffen.
Im Berichtsjahr konnten mangels Vorstandsmitglieder nur wenig Veranstaltungen organisiert werden. Der Jahresausflug nach Chur, organisiert von Barbara Bischof, wurde ein herrlicher, spannender Tag, der im Kloster begann und im Spielcasino endete.
Trotz alledem und trotz der dringenden Notwendigkeit konnte noch immer kein Gesamtarbeitsvertrag (Gav) mit geregelten Mindesthonoraren abgeschlossen werden. Umso mehr sind solche Aktivitäten von Bedeutung. All dies ist mindestens genau so wichtig wie die Aufgabe, FBZ-Mitgliedern zu günstigeren Medien-Abos zu verhelfen. Die Vergünstigungsliste konnten wir im vergangenen Jahr mit Klartext, Africalink, Finanz und Wirtschaft und dem Winterthurer Stadtblatt ergänzen. Neu, einmalig, wenn auch leider zeitlich befristet, war im Dezember die Aktion mit der NZZ und NZZamSo, die wir wie immer den FBZ-aktiv-Mitgliedern anbieten konnten. Immerhin. Wir danken allen Verlagen für ihr Entgegenkommen, sowie der Bedag- und 4D-Productions und edit.li und ganz besonders dem Autor Yves Nimis!
Zwar scheint mir, dass gelungen ist, die Organisation FBZ zu professionalisieren. Andererseits nimmt das Engagement der Mitglieder weiter ab. Ob und wie die FBZ oder das Aufgebaute weiter geführt wird, liegt zuallererst und vor allem am Interesse und dem Engagement der FBZ-Mitglieder. Und an  der neuen Präsidentin. Ich freue mich sehr, dass Anita Hugi (bisher im FBZ-Vorstand) bereit ist, sich für die Wahl zur FBZ-Präsidentin zur Verfügung zu stellen. Im Vorstand wird vorderhand Marie-Therese Larcher, die bei der Gründung der FBZ vor vierzig Jahren dabei war, verbleiben. Leider wird jetzt aber der FBZ-Sitz im ZPV-Vorstand vakant; dort vertrat bisher Anita Hugi die FBZ.
Mir liegt daran, allen zu danken, die sich kooperativ zeigten. Das sind seit Jahren die Schweizer Fachjournalisten SFJ. Und dazu gehören alle, die mit mir im Vorstand zusammengearbeitet haben. Die FBZ-Geschäftsführerin Claudia Carl verdient ausdrückliche Wertschätzung.

Die FBZ, so hatte ich mir stets vorgenommen, sollten
            - niemanden von andern Organisationen abwerben
            - sich an Abmachungen halten
            - sich konsequent und doch unbürokratisch verhalten
            - allen, die sich an uns wenden, versuchen weiterzuhelfen
            - Projekte erst langfristig durchdenken und dann erst realisieren
             - mit eigenen Leistungen werben
            - selber Publiziertes jährlich überprüfen.

Für all dies braucht es Interessierte und Engagierte. Darum möchte ich das Schlusswort meines Jahresberichtes 1998/99 wiederholen: «Die FBZ suchen aktive, engagierte Journalisten und Journalistinnen, die sich nicht zur Vereinsarbeit eignen, sondern vielmehr dem Motto gerecht werden wollen:
            1. Motzen
            2. Motzen
und     3. Machen wir´s besser.»

Meiner Nachfolgerin wünsche ich alles Gute!                                  

Vivianne Berg, 24. April 2007


Mitglieder
193 Aktive (3 Eintritte, 1 Austritt, 2 verstorben)
81 Passive (1 Eintritte, 4 Austritte, 1 verstorben)
Verstorben sind seit der letzten VV: Arthur Grüninger, Nick Liebmann, Eliane Meyer


Veranstaltungen

  • Vereinsversammlung 27. April 2006 (6 Vorstände, 8 Mitglieder, 1 Zentralsekretär Impressum)
  • Jahresausflug nach Chur am 25. August 2006 (17 Teilnehmende)




Jahresbericht der FBZ-Präsidentin Vivianne Berg
zum Geschäftsjahr 2005/06


So wichtig wie die gelben Velostreifen auf der Strasse ist für die Freien Medienschaffenden, dass die Lebensgrundlage mit einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) gefestigt wird. Vergeblich versucht der Dachverband Impressum bisher einen neuen Vertrag mit dem Verband Schweizer Presse zu erreichen. Mit dem GAV-Tag am 14. September 2005 versuchte der Verband mit seinen Sektionen öffentliches Aufsehen zu erregen. Die FBZ unterstützten dieses Vorhaben mit dem GAV-Rätsel, bei dem auf www.journalists.ch drei x drei Fragen zum Thema publiziert wurden. Das Echo war beachtlich. - Nachrichtensites der Medienbranche berichteten teilweise regelmässig über den Wettbewerb.
Mit ähnlich spielerischem Ernst gelang der Kegelabend, der erst kürzlich im April durchgeführt wurde. Die FBZ luden zehn Verleger ein, ihr letztes Hemd oder andere attraktive Preise für den Abend zu sponsern. Fünf Verleger nahmen uns beim Wort und schickten oder brachten ein Hemd. Zudem konnten wir wieder, den Verlegern sei grosser Dank!, herrliche Preise vergeben. Die Details zur Veranstaltung finden sich auf www.journalists.ch. Wiederum haben www.kleinreport.ch, persoenlich.com und die www.werbewoche.ch über den offenen Brief an die Verleger und ihre humorvollen Reaktionen berichtet.
Das grosse Medienecho täuscht nicht darüber hinweg, dass die Mitglieder beide Male erstaunlich zurückhaltend blieben. Ausser dem Vorstand kegelten nur 9 FBZ-Mitglieder und ein Verleger um ein Wochenende in Brienz, Büchergutscheine und Zeitungsabos.
Verantwortlich für das GAV-Rätsel und für den Kegelabend sind Peter Exinger und Anita Hugi. Mit grossem Bedauern verabschieden wir nun Peter aus dem FBZ-Vorstand. Seinen FBZ-Sitz im ZPV-Vorstand wird Anita übernehmen.
Die FBZ haben bereits 1997 www.journalists.ch aufgebaut, deren Kern stets das Journalistenverzeichnis sein sollte. Dafür haben wir einen breiten Strauss an Links, Adressen, Merkblättern geboten, die wir regelmässig aktualisieren. Eine kostenlose, öffentliche, arbeitsreiche Dienstleistung der FBZ, der sich der Zürcher Presseverein bald anschliessen wollte. Seit 1998 funktionierte die Zusammenarbeit von FBZ/ZPV bestens. Bis im Herbst 2005. Schliesslich reservierte der Presseverein eine eigene Webadresse und zog sich von der bewährten www.journalists.ch und vom FBZ zurück, was wir sehr bedauern. Künftig werden gegenseitige Verlinkungen davon zeugen, dass die beiden Organisationen eigentlich zusammen gehören. Bekanntlich sind sämtliche FBZ-Vorstandsmitglieder reguläre Mitglieder des ZPV.
Weil sich der ZPV lossagte, mussten die FBZ zwangsläufig Änderungen an www.journalists.ch vornehmen. Ein aufwändiges, arbeitsintensives und nicht zuletzt kostenintensives Engagement, dem wir uns gestellt haben.
Am Journalistenverzeichnis auf www.journalists.ch ist seit wenigen Monaten die Arbeitsgemeinschaft Deutschschweiz der freien Berufsjournalistinnen und -journalisten von Impressum beteiligt.   
Ausser alledem konnten sich Interessierte am FBZ-Jahresausflug von La-Chaux-de-Fonds beeindrucken lassen. – An der Dezemberaktion boten die FBZ einem breiten Publikum die Möglichkeit, Moleskine-Notizhefte günstig zu erstehen.
Konstanz und Zuverlässigkeit, aktuelle Informationen sind stets das Markenzeichen der FBZ, auch wenn sich nur wenige Mitglieder just dafür einsetzen mögen. Wir hoffen, dass uns doch gelingen wird, engagierte Vorstandsmitglieder zu finden.
Weil die FBZ im Jahr 2001 ein Merkblatt zum Urheberrecht verfassten (siehe www.journalists.ch) und auch da stets auf Aktualität achteten, war die FBZ bei der Informationsveranstaltung von Impressum am 14. Februar 2006 mit von der Partie, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Deutschschweiz der Freien und Impressum. Für die Veranstaltung hat die Rechtsabteilung von Impressum ein Merkblatt zum Urheberrecht verfasst, das jenes der FBZ ergänzt.
Wir danken Impressum, besonders der juristischen Abteilung, für die zuverlässige Zusammenarbeit und die kompetente Beratung, die für Freie ausserordentlich wichtig ist.
Weiterhin bieten die FBZ als Dienstleistung Merkblätter (s. www.journalists.ch), deren Inhalt aktualisiert wird: Grundlagen zum Urheberrecht (in Deutsch und Französisch) und weitere Informationen (Titel: «Zwischen Patenten und Marken»), zu Erwerbslosigkeit, «Wie verkaufe ich meine Artikel», die «11 Regeln zur Zusammenarbeit zwischen Freien und Redaktionen», eine Muster-Rechnung und andere. Stets neu überprüft wird ebenfalls die Liste der Publikationen, die FBZ-Aktiv-Mitglieder zum reduzierten Tarif abonnieren können. Möglich ist dies nur dank dem Entgegenkommen der Verlage Jean-Frey AG, Ringier, Tamedia und der «du Verlags AG».
Ein Dankeschön richten wir gern an die Arbeitsgemeinschaft der freien Berufsjournalistinnen und -journalisten von Impressum. Weil der Austausch mit den Schweizer Fachjournalisten SFJ nach wie vor sehr gut funktioniert, geht ein weiterer Dank an sie.
Der Firma Update AG danken wir für ihr Entgegenkommen bei der Arbeit an www.journalists.ch. Bei der Firma Bedag Informatik bedanken wir uns für ihre Unterstützung (Medienpreis Eugen).


Mitglieder
188 Aktive (3 Eintritte, 6 Austritte, 1 verstorben)
79 Passive (3 Eintritte, 8 Austritte, 1 verstorben)
Verstorben sind seit der letzten VV: Peter Grossenbacher und Conrad Streit

Veranstaltungen seit der VV 2005

  • Generalversammlung 28. April 2005 (11 Mitglieder +  6 Vorstände)
  • Jahresausflug nach La Chaux-de-Fonds 26. August 2005 (18 Teilnehmende)
  • Kegelabend 11. April 2006 (16 Teilnehmende)


                                                                                                                                           Vivianne Berg - Präsidentin FBZ, 27. April 2006

Anfang

 


 

Jahresbericht der FBZ-Präsidentin Vivianne Berg
zum Geschäftsjahr 2004/05

Der Verband Schweizer Presse kündigte den Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Gesamtarbeitsverträge gab es, bis auf wenige Unterbrüche, seit bald hundert Jahren, und darin waren Mindestlöhne als fester Bestandteil notiert. Ein grosser Teil gesellschaftlicher Regeln ermöglicht, dass das Kräftegleichgewicht trotz der Gesetze des Marktes nicht zum Ruin der Schwächeren führt.

Plötzlich funktioniert die Medienszene anders. Der Verband Schweizer Presse stemmt sich zur Zeit gegen die Festlegung von Mindestlöhnen. Dass nun zwischen den Sozialpartnern der Kommunikationsbranche keine Verhandlungen für einen neuen GAV bestehen, ist erschreckend.

Die FBZ empfehlen die Lektüre des Mini-GAV, denn daraus wird deutlich, weshalb ein Gesamtarbeitsvertrag existenziell ist. Hilfreich ist zudem, bei jeder Gelegenheit die Notwendigkeit eines GAV zu thematisieren und damit die GAV-Kommission von Impressum zu unterstützen.

Damit Freie sich präsentieren können, haben wir das Journalistenverzeichnis auf www.journalists.ch geschaffen. Geduldig hat die FBZ-Geschäftsführerin Claudia Carl sämtliche Freien kontaktiert, allfällige Änderungen der Einträge vorgenommen oder auf Wunsch einen Eintrag ganz gelöscht. Derzeit sind 150 Schreibende, Fotografierende oder Zeichnende aus der ganzen Welt in diesem Verzeichnis zu finden. www.journalists.ch ist in der Medienbranche längst ein Begriff. Das dürfte daran liegen, dass die Rubriken Klatsch und News, die vom Zürcher Presseverein betreut werden, auch noch nach Jahren so vergnüglich wie informativ und aktuell sind. Andererseits kümmern sich die FBZ nach wie vor darum, dass die anderen Rubriken von www.journalists.ch laufend aktualisiert werden.

In der Vernehmlassung zur Revision des schweizerischen Urheberrechtsgesetzes hat der FBZ-Vorstand ein Communiqué verfasst (s.: www.journalists.ch), in dem er sich der ausführlichen Stellungnahme von Impressum anschloss. Wir danken Impressum, besonders der juristischen Abteilung, für die zuverlässige Zusammenarbeit und die kompetente Beratung, die für Freie ausserordentlich wichtig ist.

Weiterhin bieten die FBZ als Dienstleistung Merkblätter, deren Inhalt ebenfalls aktualisiert wird: von demjenigen zum Urheberrecht (in Deutsch und Französisch), dazu gehört auch jenes mit der Überschrift «Zwischen Patenten und Marken», zu Erwerbslosigkeit, «Wie verkaufe ich meine Artikel», die «11 Regeln zur Zusammenarbeit zwischen Freien und Redaktionen», eine Muster-Rechnung und andere.

Stets neu überprüft wird ebenfalls die Liste, auf der jene Publikationen aufgeführt sind, die FBZ-Aktiv-Mitglieder zum reduzierten Tarif abonnieren können. Möglich ist dies nur dank dem Entgegenkommen der Verlage Jean-Frey AG, Ringier, Tamedia und der «du Verlags AG».

Sind die FBZ-Mitglieder zufrieden mit www.journalists.ch, mit vergünstigten Zeitungsabonnements und bei Bedarf gelegentlich einem Communiqué? Will ein FBZ-Mitglied dazu noch Veranstaltungen? Und was für Veranstaltungen sollten das sein? Diese Fragen beschäftigen den Vorstand seit Jahren fast in jeder Sitzung. Die Ringier-Druckerei in Zofingen besichtigten wir zu zehnt. Weil der winterliche Kegelabend ein Erfolg gewesen war, luden wir zum sommerlichen Mini-Golfspiel, das aber mangels Anmeldungen abgesagt werden musste. Auf den Stadtspaziergang in das neue Zürcher Quartier Zürich-West mochten sich neun Interessierte begeben. Andererseits erwies sich der Jahresausflug nach Rottweil mit 25 Teilnehmenden als grosser Erfolg. FBZ-Mitglied Johannes von Arx organisierte eine Vielfalt kompetenter und spannender Referierender. Die Kurse Textkritik, Medienrecht sowie Freie und Aufträge konnten die FBZ in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Presseverein anbieten.

Die Zusammenarbeit mit dem Zürcher Presseverein lässt nichts zu wünschen übrig, und dafür sind wir überaus dankbar. Übrigens wurde ich im Herbst 2004 als ZPV-Vertretung in den Zentralvorstand von Impressum gewählt.

Ein Dankeschön richten wir gern an die Arbeitsgemeinschaft Deutschschweiz der freien Berufsjournalistinnen und -journalisten von Impressum. Weil der Austausch mit den Schweizer Fachjournalisten SFJ nach wie vor erfreulich gut funktioniert, geht ein weiterer Dank an sie.

Der Firma Update AG danken wir für ihr Entgegenkommen bei der Arbeit an www.journalists.ch. Bei der Firma Bedag Informatik AG bedanken wir uns für ihre Unterstützung (Medienpreis Eugen).


Mitglieder

199 Aktive (10 Eintritte, 6 Austritte, 1 verstorben)
90 Passive (3 Eintritte, 10 Austritte, 2 verstorben)
Verstorben sind seit der letzten GV: Renata Battaglia, Wladyslaw Borowski,
Edith Corvington-Gloor


Veranstaltungen seit der GV 2004

  • Generalversammlung 13. Mai 2004 (12 Mitglieder und 6 Vorstände)
  • Druckereibesichtigung bei Ringier Zofingen 26. Mai 2004 (10 Teilnehmende)
  • Minigolf im Dolder 14. Juli 2004 (abgesagt mangels Anmeldungen)
  • Jahresausflug nach Rottweil 13. August 2004 (25 Teilnehmende)
  • Textkritik in Zusammenarbeit mit dem ZPV 7. September 2004 (7 Teilnehmende)
  • Stadtspaziergang Zürich West 27. Oktober 2004 (9 Teilnehmende)
  • Medienrecht in Zusammen mit dem ZPV 9. November 2004 (8 Teilnehmende)
  • Freie und Aufträge in Zusammenarbeit mit dem ZPV 25. Januar 2005 (12 Teilnehmende

Vivianne Berg, 28. Mai 2005

Anfang


 

Jahresbericht der FBZ-Präsidentin Vivianne Berg
zum Geschäftsjahr 2003/04

Rosig sind die Zeiten für die Freien nicht - und waren es nie. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) wurde vom Verband Schweizer Presse gekündigt, sein jetziger Präsident besteht darauf, dass ein neuer GAV keine Mindesthonorare enthalten solle, obwohl gerade solche Zahlen seit 1917 (Schaffhauser Übereinkommen), seit bald hundert Jahren, im GAV festgeschrieben sind. Wie die gelben Velostreifen in den vergangenen Jahren bei Radfahrenden unterwegs ein ruhigeres Atmen ermöglichen, soll der Gesamtarbeitsvertrag die Sicherheit der Freien fördern.

Um übersichtlich darzulegen, was die Situation mit GAV von jener ohne unterscheidet, hat Impressum - Die Schweizer Journalistinnen ein hervorragendes Blatt geschaffen. In der Kommission, die das Faltblatt im Herbst 2003 vorlegte, waren die FBZ mit Peter Exinger vertreten. Praxistaugliche Lösungen für Fragen des journalistischen Alltags wollen die FBZ anbieten. Als wir nach einem Mustermietvertrag für Pressebüros angefragt wurden, hatten wir noch keinen. Längst stellen wir ihn kostenlos zur Verfügung, sodass Medienschaffende, die in einem Pressebüro einen Raum mieten wollen (aber auch jene, die einen solchen zur Untermiete frei haben), bei den FBZ einen Mustervertrag beziehen können. (Wir danken dem Rechtskonsulenten Richard Permann für die fachmännische Unterstützung. www.inkasso-rechtsberatung.ch.)

Mittlerweile bieten wir eine ansehnliche Auswahl derartiger Dienstleistungen. Eine Muster-Rechnung für Freie, Informationsblätter zum Urheberrecht (in Deutsch und Französisch), «Wie verkaufe ich meine Artikel?», Freie und Erwerbslosigkeit oder Pensionskassenansprüche sind Themen der Blätter, von denen die meisten auf www.journalists.ch veröffentlicht sind. Stets gilt: Was einmal geschaffen wurde, muss permanent aktualisiert werden, damit es nicht veraltet.

Altbewährt ist das Journalistenverzeichnis, das wir den Medienschaffenden weltweit und unabhängig von ihrer Verbandszugehörigkeit anbieten (FBZ-Mitglieder zu günstigeren Konditionen). Wegen diesem Verzeichnis waren wir 1998 motiviert, www.journalists.ch aufzubauen. Längst unterhalten wir die Homepage gemeinsam mit dem Zürcher Presseverein. Nur wegen der dauernden Überprüfung und Aktualisierung der Daten wird die Website noch immer gerne in Pressebüros, Redaktionen und Kommunikationsbüros genutzt. Technisch revidiert haben wir das Journalistenverzeichnis. Zwar müssen die Eingetragenen ihre max. fünf Fachgebiete je einer von ca. vierzig Rubriken zuordnen, dafür aber haben sie mehr Platz als zuvor für ihre Eigenwerbung. Weil wir auf Professionalität wert legen, ist heute klar zu erkennen, wer ausschliesslich fotografiert oder wer schreibt und gleich ein Bild mitliefern kann. Wesentlich für alle dürfte die Neuerung sein, dass eine Redaktion etwa eine Fotografin in einer Region, d. h. nach Postleitzahl suchen kann. Demnächst werden wir bei den Redaktionen für das Journalistenverzeichnis von www.journalists.ch werben. Allerdings erst, nachdem die eingetragenen 200 Freien unsere Anfrage beantwortet haben, ob ihre Angaben im Verzeichnis noch aktuell sind.

Begegnungsmöglichkeiten für Freie schaffen, Kollegialität und Austausch fördern, sind weitere Aufgaben der FBZ. Wir haben zum Jahresausflug ins Freilichtmuseum Ballenberg eingeladen und zu einem Rundgang des Quartiers Zürich Nord. Beide Veranstaltungen wurden sehr geschätzt. Der Besuch im Bergwerk Käpfnach musste mangels Anmeldungen abgesagt werden, doch haben manche am winterlichen Kegelabend am Üetliberg Tränen gelacht und dann beim Kaffee einander von ihren Projekten erzählt.

An der heutigen Mitgliederversammlung verabschieden wir Willi Wottreng aus dem Vorstand. Sein Engagement will er fortan leider ausserhalb unseres Gremiums ausleben, dessen Arbeit er stark geprägt hat. Ähnlich will sich Livio Piatti anderen Aufgaben widmen, auch er hat jahrelang für spannende, humorvolle Diskussionen gesorgt und unzählige Veranstaltungen organisert.

Um Veranstaltungen und Dienstleistungen anzubieten, brauchen wir einen Vorstand, der dazu gross und aktiv genug ist. Obwohl unsere Angebote geschätzt werden, ist es überaus schwierig, Medienschaffende als FBZ-Mitglieder zu gewinnen. Oder Mitglieder zur Vorstandsarbeit zu bewegen. (Dass andere Organisationen ähnliche Probleme haben, ist ein schwacher Trost.)

Erfreulich stabil ist der Austausch mit den Schweizer Fachjournalisten SFJ. Für die gute Zusammenarbeit schätzen wir den Zürcher Presseverein, das Team von Impressum (besonders die juristische Abteilung) und die Arbeitsgemeinschaft Freie Berufsjournalistinnen und -journalisten.

Für ihr Entgegenkommen bei der Arbeit an www.journalists.ch danken wir der Firma Update. Bei der Firma Bedag Informatik AG bedanken wir uns für ihre Unterstützung (Medienpreis Eugen). Ausdrücklicher Dank gebührt zudem jenen Firmen und Verlagen, die FBZ-Mitgliedern Branchenrabatt bei Zeitungsabonnements gewähren. Dazu gehören Zeitungen der Verlage Jean-Frey AG, Ringier und Tamedia.


Mitglieder

187 Aktive (3 Eintritte, 3 verstorben, 11 Austritte)
90 Passive (11 Eintritte, 15 Austritte)
Verstorben sind seit der letzten GV: Sonja Augustin, Jakob Keller, Margareta Thomann.


Veranstaltungen seit der GV 2003

  • Generalversammlung 6. Mai 2003 (7 Mitglieder + 7 Vorstände)
  • Jahresausflug Freilichtmuseum Ballenberg 28. August 2003 (21 Teilnehmende)
  • Rundgang Zürich Nord 11. September 2003 (24 Teilnehmende)
  • Reise unter Tag, 21. November 2003 (abgesagt mangels Anmeldungen)
  • Kegelabend 28. Januar 2004 (13 Teilnehmende)

Vivianne Berg, 13. Mai 2004

Anfang

Jahresbericht der FBZ-Präsidentin Vivianne Berg
zum Geschäftsjahr 2002/03

In den letzten Monaten wurden Festangestellte sogar bei scheinbar erfolgreichen Zeitungen entlassen. Freie Stellen wurden nicht mehr besetzt. Die Juristinnen unseres Dachverbandes Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten (SVJ) sorgen dafür, dass, wo immer möglich, Sozialpläne erstellt und Verträge eingehalten werden. Manche Journalisten, die eine feste Anstellung hatten, versuchen ihr Glück auf dem freien Markt, während andererseits die Redaktionsbudgets für Freie weiter gestutzt werden.

Sinkende Werbeeinnahmen, schlankere Zeitungen und Erwerbslosigkeit sind seit einiger Zeit die konstanten Themen in den Medien - und bei den Medienmachenden, sowie in den FBZ-Sitzungen. In der GAV-Kommission ist FBZ-Vorstandsmitglied Peter Exinger mit dabei.
Viele Freie sind bestens ausgebildet (zuweilen war von der «Akademisierung» die Rede) und lassen sich mit bescheidenem Honorar entlöhnen, das sie mit einer stattlichen Portion Idealismus aufstocken. Tipps dazu, was bei schwindender Auftragsmenge und beim Gang zur regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) oder der Arbeitslosenkasse zu beachten ist, haben wir im Merkblatt «Freie und Erwerbslosigkeit» zusammengestellt.

Die heutige schwierige Marktlage hat immerhin dazu geführt, dass die eigene Arbeitslosigkeit weniger verschwiegen wird. Überwindung braucht es nach wie vor, um sich bei einer RAV anzumelden. Dasselbe galt auch für die Anmeldung zum FBZ/ZPV-Kurs - organisiert vom ehemaligen FBZ- und ZPV-Präsident Georges Müller - über den «schlauen Umgang mit Arbeitslosigkeit». Erfreulicherweise kamen gar mehr Journalistinnen, als sich angemeldet hatten. Vertreten waren alle Formen von zuvor problemlos Festangestellten bis zu derzeit fast auftragslosen Freien. Donato Ponzio, Leiter der Zürcher Fachstelle für Selbständigerwerbende (Amt für Wirtschaft und Arbeit, AWA) und des Kurses zeigte auf, welche Anlaufstelle wofür genau zuständig ist und worin sich die amtlichen Kategorien von «selbständig im Nebenerwerb» bis ganz frei und fest unterscheiden. Einige der Kursteilnehmenden hatten vor Jahren miteinander gearbeitet und erzählten sich gegenseitig von ihrer aktuellen Situation.

Eine Woche zuvor hatten FBZ und ZPV ins Ringier-Pressehaus zu einem Podiumsgespräch eingeladen, bei dem Medienwissenschaftler Otfried Jarren, SVJ-Zentralsekretär Alexander Sami, Blick-Chef Werner de Schepper und Tamedia-Verlagsleiterin Maili Wolf unter der Leitung von Christian Mensch über «Medien in der Krise» diskutierten. Erwartungsgemäss nahm die Krise damit kein Ende, und wie sich die Illusion der allseits geforderten Qualität mit kleinerem Redaktionsbudget und weniger -mitarbeitenden in der Realität vereinbaren lässt, blieb weiterhin ein Rätsel. Dennoch erreichte die Veranstaltung sehr wohl das Ziel, die Position der Fachleute zu hören, mit Kolleginnen zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen. Letzteres gehört statutengemäss zu den Aufgaben der FBZ, die wir im vergangenen Vereinsjahr mit einem Besuch beim Tibet-Institut in Rikon erfüllten und einem Besuch der Ausstellung Nomaden in der Schweiz (Ausstellungskonzept und Führung: FBZ-Vorstandsmitglied Willi Wottreng), mit dem Jahresausflug an die Expo.02 und mit einem Kurs in thailändischem Kochen. Selbstverständlich schätzen wir die Zusammenarbeit mit den Schweizer Fachjournalisten SFJ, die ebenfalls kollegiale Gespräche ermöglichen soll.

Fachliche Fragen hingegen wurden beim Urheberrechtskurs geklärt, den die FBZ gemeinsam mit dem Schweizer Forum für Kommunikationsrecht durchführten. Was nichts kostet, ist nichts wert. Darum muss Fotografierende und Schreibende, Filmende und Zeichnende kümmern, welche Rechte für ihre Texte oder Bilder gelten und wie sie Probleme vermeiden können. Deshalb verbreiten wir auch weiterhin das FBZ-Urheberrechts-Merkblatt in deutscher und französischer Sprache (www.prolitteris.ch und www.ifj.org).

Die FBZ-Merkblätter sind eine kostenlose Dienstleistung der FBZ. Die meisten FBZ-Merkblätter sind auf www.journalists.ch abrufbar. Zum Beispiel jenes, das feste Freie über Kündigungsschutz und Pensionskassenansprüche informiert.

Die FBZ/ZPV-Website www.journalists.ch wird nach wie vor gut besucht. Attraktion sind weiterhin die News- und Klatsch-Meldungen, die vor allem Manuela Nyffenegger (ZPV) redaktionell betreut, ansonsten freuen wir uns weiterhin an der Zusammenarbeit von FBZ und ZPV. Die FBZ hatten www.journalists.ch einst wegen dem Journalistenverzeichnis erstellt. Leider erfahren wir selten, wenn jemand einen Auftrag dank diesem Verzeichnis erhalten hat. Dass dank diesem Verzeichnis etwa ein Eingetragener bereits eine Anstellung erhielt, ist durchaus belegt. In der jetzigen, schwierigen Lage für Medienschaffende ist das Journalistenverzeichnis von umso grösserer Bedeutung, weshalb wir es praktikabler und bedienungsfreundlicher gestalten wollen.

Schliesslich haben die FBZ zur parlamentarischen Initiative «Medien und Demokratie» eine Stellungnahme verfasst, in der wir unter anderem verlangten, dass nur jene Medien gefördert werden sollten, die «ihre Freien wenigstens so entlöhnen wie es die geltenden Standards für minimale Honorare vorschreiben (wie sie z.B. derzeit im Gesamtarbeitsvertrag festgehalten sind)».

Für die konstruktive Zusammenarbeit gilt es der Arbeitsgemeinschaft der freien Berufsjournalistinnen und -journalisten des SVJ zu danken und dafür, dass die finanzielle Abgeltung funktioniert.

Die FBZ selber werden unterstützt, damit all diese Dienstleistungen möglich und bezahlbar sind. Wir danken den Firmen Update und Palm, Compaq und SDA. Ebenso bedanken wir uns ausdrücklich bei jenen Firmen und Verlagen, die FBZ-Mitgliedern Branchenrabatt bei Zeitungsabonnements gewähren. Dazu gehören Zeitungen der Verlage Jean-Frey AG, Ringier und Tamedia.

Mitglieder

201 Aktive (4 Eintritte, 2 verstorben, 7 Austritte)
102 Passive (2 Eintritte, 2 verstorben, 5 Austritte)
Verstorben sind seit der letzten GV folgende Mitglieder:
Annemarie Bürgi, Jules Edelmann, Kurt Emmenegger, Arthur Zimmermann.

Veranstaltungen seit der GV 2002

  • Generalversammlung 15. März 2002 (9 Mitglieder und 7 Vorstände)
  • Tibet Institut in Rikon am 28. März 2002 (14 Teilnehmende)
  • Nomaden in der Schweiz am 28. Mai 2002 (7 Teilnehmende)
  • Jahresausflug an die Expo am 26. August 2002 (22 Teilnehmende)
  • Urheberrecht im journalistischen Alltag am 13. November 2002 in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Forum für Kommunikationsrecht (32 Teilnehmende)
  • Thailändisch kochen am 31. März 2003 (8 Teilnehmende)
  • Ergonomische Arbeitsgestaltung am 7. April 2003 mangels Anmeldungen abgesagt
  • Podiumsdiskussion Medien in der Krise am 8. April 2003 in Zusammenarbeit mit dem ZPV (62 Teilnehmende)
  • Vom schlauen Umgang mit der Arbeitslosigkeit am 14. April 2003 in Zusammenarbeit mit dem ZPV (18 Teilnehmende)

Vivianne Berg, Mai 2003

 Anfang


 


Jahresbericht der FBZ-Präsidentin Vivianne Berg
zum Geschäftsjahr 2001/2002

Die Stimme der Freien sollte im Lärm des Medienchaos zu hören sein. Dafür gibt es den FBZ.

GAV

Bei den Verhandlungen zur Erhöhung der Mindestansätze für freie Medienschaffende war der FBZ mit von der Partie. Weil sich die Journalistenverbände nicht mit dem Verband Schweizer Presse einigen konnten, rief der SVJ die Schiedsstelle an, die schliesslich die Mindesthonorare um 2, 3 Prozent angehoben hat.

Urheberrecht

Angesichts der Diskussionen um geklaute Texte, angesichts von Verlagen, die im vergangenen Jahr Fotografierende und Schreibende unter Druck setzten, damit sie Vereinbarungen unterschreiben und ihre Werke für einen bestenfalls symbolischen Betrag abgeben, versucht der FBZ immer wieder, die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung des geltenden Rechts zu lenken.

Seit einem Jahr gibt es das FBZ-Merkblatt zum Urheberrecht. Es ist urheberrechtlich geschützt. Jede weitere Veröffentlichung – nur mit Quellenangabe gestattet – ist honorarfrei und erwünscht. Publiziert wurde es im ZPVintern, im journalisten.ch, und auf www.journalists.ch wird es abrufbar bleiben.

Dass sich der FBZ für die Autorenrechte der Medienschaffenden einsetzt, erfuhr auch der Zürcher Anwaltsverband. Die Rechtsanwältinnen, die im März 2001 zum Podiumsgespräch mit Martin Breitenstein (NZZ-Online) und Robert Briner (Rechtsanwalt) und der FBZ-Präsidentin gekommen waren, staunten sichtlich, als sie hörten, wie Redaktionsmitarbeitende gegenüber Freien oft ahnungslos und wie Verleger auffallend grosszügig das Urheberrecht interpretieren und mal eher nachdrücklich oder ultimativ das geltende Recht dehnen und strapazieren.

Um angestellte und freie Schreibende und Fotografierende im Urheberrecht zu professionalisieren, schrieben wir im Februar 2002 einen Tageskurs mit Regula Bähler aus. Bedauerlich war diesmal, dass die erste gemeinsame Veranstaltung des Ostschweizer Verbandes der Journalistinnen und Journalisten OVJ und des FBZ, mit insgesamt drei Referierenden (R. Bähler, W. Catrina, Freier Journalist, und A. Voser von Pro Litteris) und sieben zahlenden Teilnehmenden nur knapp zustande kam.

Selbstkritik

Um professionelle Selbstkritik zu ermöglichen, lud der FBZ zur Veranstaltungsreihe «Textkolloquium». Allerdings fanden sich erst etwa fünf Freie, die sich mit ihren eigenen Texten und solchen von Kollegen auseinandersetzen mochten. Nachdem sich bald nur noch zwei Freie im dafür gemieteten Raum in der Altstadt einfanden, beschloss der FBZ, diese für Mitglieder kostenlose Veranstaltung nicht mehr anzubieten.

Selbstkritisch überdenkt der Vorstand immer wieder die eigenen Angebote. Viele Gespräche mit Vereinspräsidenten von Nicht-Medienorganisationen zeigen mir, dass im Moment organisierte Aktivitäten generell nicht im Trend liegen. Das heisst, wir können mit dem gut besuchten Jahresausflug zur St. Petersinsel/Rousseau und den etwa zehn Journalistinnen, die sich für das Zigeunerkulturzentrum, für den islamischen Alltag oder das Persönlichkeitsrecht interessierten, zufrieden sein.

Berufsalltag

Dass im Vorstand stets von neuem überlegt wird, womit Freie im professionellen Alltag wirksam unterstützt werden können, versteht sich von selbst. Nach der Veröffentlichung der FBZ-Silvestertipps erhielten wir einige sehr freundliche Mails von Mitgliedern. Die Tipps enthielten die Aufforderung an Redaktionen, den 13. Monatslohn an ihre Freien Mitarbeitenden zu überweisen, wie dies im aktuellen GAV vorgeschrieben ist. Einige Redaktionen befolgten dies ohne Verzögerung, andere suchten formale Auswege, um das Honorar nicht anheben zu müssen.

Zur Erleichterung des beruflichen Alltags hat der FBZ eine Muster-Rechnung erstellt, die als Kopiervorlage erhältlich ist.

Zusammenarbeit

Im schnellebigen Internet hat sich www.journalists.ch als Koproduktion von ZPV und FBZ bewährt. Die Betreuung geschieht im Hintergrund und ist sehr aufwändig, der Nutzen für Freie aber ist offensichtlich. Derzeit wird die Website überarbeitet, und auch das Journalistenverzeichnis mit Medienschaffenden aller Sparten soll übersichtlicher werden. Hier gilt es der Firma Update zu danken für ihre treue Unterstützung und auch den Sponsoren Palm und Publimedia.

Der FBZ hat sich ausserdem bei der Arbeitsgemeinschaft der Schweizer Freien, zugegebenermassen zu spät, gewehrt, als eine «Solidaritätsaktion» für einen sogenannten freiwilligen Spendenbeitrag via SVJ durchgeführt wurde. Eine Aktion, die der FBZ-Vorstand keineswegs gutheisst. Wir haben feststellen müssen, dass die Aktion bei den Medienschaffenden Verwirrung stiftet und teils gar Unmut auslöste. Wie das Geld von dieser Aktion zu verteilen sei, wird derzeit verhandelt.

Hingegen hat sich der FBZ den Schweizer Freien, mit Vertretern der Comedia, angeschlossen in einem Projekt, das Freien eine Zweitverwertung ihrer Texte ermöglichen soll. Projektleitung hat die Edition Renteria.

Die externe Zusammenarbeit mit dem befreundeten Verband Script (Schweizer Texterverband) und den Schweizer Fachjournalisten SFJ ist von erfreulicher Konstanz.

Die interne Zusammenarbeit mit Claudia Carl, der neuen FBZ-Geschäftsführerin, hat sich eingespielt und wir sind froh, dass wir vor einem Jahr so rasch die Richtige gefunden haben.

Intern ist die Zusammenarbeit selbstverständlich, Diskussionen mit den SVJ-Rechtsanwälten in Fribourg oder im ZPV sind - fast - alltäglich. Vereinsmeierei, mit Verlaub, ist dabei das Uninteressanteste. Spannend sind vielmehr die Gespräche darüber, wie die Organisationen die Professionalität fördern, wie sie zu journalistischer Selbstkritik und zu Weiterbildung animieren können und wie der kollegiale Austausch unterstützt werden kann.

Der FBZ-Vorstand will sich mit diesen Schwerpunkten ein weiteres Jahr engagieren. Einig ist sich das Gremium aber auch, dass es diese Arbeit nur so lange machen mag, wie dies begrüsst wird.

FBZMitglieder

207 Aktive (7 Eintritte, 3 Austritte)
106 Passive (6 Eintritte, 9 Austritte)
Verstorben sind seit der letzten GV folgende Mitglieder:
Dorly Mattenberger
Ernst Mühlheim
Licinio Valsangiacomo

Veranstaltungen

  • Naturschutzzentrum Neeracherried 27.4.2001 (12 Teilnehmende)
  • Reihe Textkolloquium bis Mai 2001 (ca. 6 bis 1 Teilnehmende)
  • Hindutempel an der Sihl 18.5.2001 (10 Teilnehmende)
  • ABC des Persönlichkeitsrechts 13.7.2001 (10 Teilnehmende)
  • Jahresausflug auf die Sankt Petersinsel/Rousseau 23.8.2001 (20 Teilnehmende)
  • Zigeunerkulturzentrum 24.8.2001 (12 Teilnehmende)
  • Islamischer Alltag in Zürich 24.9.2001 (8 Teilnehmende)
  • Kurs: Urheberrecht 8.2.2002 (8 Teilnehmende)
  • Steuerkurs 12.3.2002 (abgesagt)
  • Autografen-Ausstellung Ruth Binde zum 70. (8 Teilnehmende)

Vivianne Berg, Zürich, 15. März 2002

 Anfang


 


Jahresbericht der FBZ-Präsidentin Vivianne Berg
zum Geschäftsjahr 2000/2001


GAV, Urheberrecht, Weiterbildung

Wie die gelben Velostreifen in den vergangenen Jahren bei Fahradfahrern während der Fahrt ein ruhigeres Atmen ermöglichten, soll der Gesamtarbeitsvertrag die Sicherheit der Freien fördern. Auch wenn noch manche Chefredaktoren nicht realisiert haben, dass das dreistufige Regulativ die unterste Grenze, die Mindestlöhne definiert. Eine Nuance, die vom FBZ Aufklärungsarbeit nach allen Seiten erfordert.

Ähnlich existenzsichernd soll das Urheberrecht wirken. Der FBZ setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die bestehenden Gesetze sowie nationale und internationale Abkommen besser beachtet werden. Neuerdings mit einem Merkblatt, das gern kostenlos weiterverbreitet werden soll.

Wer nicht besser werden will, ist schon nicht mehr gut. Darum engagiert sich der FBZ-Vorstand für die Weiterbildung von Freien in verschiedenen Bereichen, sei es mit eigenen Veranstaltungen (z.B. Medienrecht mit Peter Studer), oder indem der FBZ für die Aktivitäten verwandter Organisationen wirbt und so die eigene Aktivitätenpalette erweitert. Die Zusammenarbeit mit den Schweizer Fachjournalisten SFJ, mit Script (Schweizerischer Texterverband) und dem Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache SVDS hat sich mittlerweile etabliert, jene mit dem ZPV ist gewissermassen organische Selbstverständlichkeit.

Weil jenes Besserwerden sich stets am Text beweist, hat der FBZ ein Textkolloquium initiiert, bei dem sich die Teilnehmenden regelmäss