Als Freischaffende entscheiden Sie grundsätzlich selber, in welcher Form Sie frei für Medien tätig sein wollen. Alle Formen haben vor und Nachteile – und auch das Steuerliche ist leider etwas komplex, und ebenso wichtig.

Gesetzlich ist die Frage der Selbständigkeit in der Schweiz nicht detailliert geregelt (siehe unten). Folgende Hinweise können helfen, für den einen oder anderen Auftrag die geeignete Form der freien Tätigkeit zu wählen.

FreelancerIn
Als Freelancerin oder Freelancer arbeiten Sie im Auftrag eines Unternehmens für einen bestimmten Auftrag oder Auftragsfeld. Sie sind eine freie Mitarbeiterin, ein freier Mitarbeiter.
Auf Ihrem Honorar werden Ihnen die Sozialversicherungen abegezogen. Gleichzeitig bezahlt jedoch auch der Arbeitgeber die gleiche Summe an Sozialversicherungen für sie, die Ihrer AHV- und Pensionskasse zu Gute kommen können.
-Sie sind gegen Betriebsunfall, jedoch erst bei einem Pensum von mehr als 20 % gegen Nichtbetriebsunfall versichert.
-Sie versteuern Ihr Einkommen als Arbeitnehmende

Fazit: Die freie Mitarbeit als FreelancerIn lohnt sich aus Sicht der Versicherungen und Altersvorsorge womöglich dann, wenn eine über eine gewisse Zeit dauernde Zusammenarbeit besteht.

Selbständig Erwerbende
Als selbständig Erwerbender arbeiten Sie im eigenen wirtschaftlichen Risiko für ein anderes Unternehmen. Sie sind im Unterschied zu FreelancerInnen selber für Ihre Versicherungen und ihre Altersvorsorge zuständig. Der Arbeitgeberbeitrag an ihre Sozialversicherungen fällt also weg respektive Sie sind selber dafür verantwortlich.
Manchmal wird von Medienhäusern die selbständige Tätigkeit nur anerkannt, wenn ein Beleg der eidgenössischen Ausgleichskasse vorgelegt wird, welche die Selbständigkeit bestätigt. Die Ausgleichskasse hat ein Merkblatt erarbeitet, das die selbständige Tätigkeit näher umschreibt.

Gesetzlicher Kontext: Das schweizerische Gesetz definiert den Status der Selbständigkeit in sehr beschränktem Masse: «Als selbständig erwerbend gelten Frauen und Männer, die unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeiten und in unabhängiger Stellung sind und ihr eigenes wirtschaftliches Risiko tragen.» Oft wird von Medienhäusern die selbständige Mitarbeit anerkannt, wenn ein Beleg der eidgenössischen Ausgleichskasse vorgelegt wird, welche die Selbständigkeit bestätigt.

GmbH
Manche Freischaffende arbeitet im Namen einer eigenen GmbH. Was im Journalismus noch eher unüblich ist, ist bei Filmschaffenden und ÜbersetzerInnen bereits gang und gäbe. Wir haben noch wenig Erfahrungen mit dieser Form – und erhalten gerne Ihre Inputs, wie auch zu obigen Berufsformen.


Mischformen?
Ja, Mischformen sind möglich, wie es auch das Merkblatt der eidgenössischen Ausgleichskasse zur Selbständigkeit dokumentiert. “Ob eine versicherte Person im Sinne der AHV selbständig erwerbend ist, beurteilt die Ausgleichskasse im Einzelfall für das Entgelt der jeweiligen Tätigkeit. Das heisst, es ist nicht ausgeschlossen, dass die gleiche Person für eine andere Tätigkeit als unselbständigerwerbend beurteilt wird. Massgebend für die Beurteilung der Ausgleichskasse sind die wirtschaftlichen Verhältnisse und nicht die vertraglichen.”

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