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FBZ: Preisverleihung FBZ-Medienpreis für Freie  Druckversion

Schweizer Preis für unabhängigen Journalismus (ein Initiative der FBZ)
Preisverleihung im Riff Raff Zürich, Sonntag, 2. November 2008

(Website der Preises: http://www.rares.at/ )

Pressemitteilung

Dominik Gross gewinnt den mit 3000 Franken dotierten „Schweizer Preis für unabhängigen Journalismus“ in der Kategorie A der publizierten Arbeiten. In der Kategorie B der unveröffentlichten Arbeiten teilen sich Angelika Overath und David Bauer den mit 2000 Franken dotierten Preis.Dominik Gross gewinnt den mit 3000 Franken dotierten „Schweizer Preis für unabhängigen Journalismus“ in der Kategorie A der publizierten Arbeiten. In der Kategorie B der unveröffentlichten Arbeiten teilen sich Angelika Overath und David Bauer den mit 2000 Franken dotierten Preis.

Dominik Gross gewinnt den mit 3000 Franken dotierten „Schweizer Preis für unabhängigen Journalismus“ in der Kategorie A der publizierten Arbeiten. In der Kategorie B der unveröffentlichten Arbeiten teilen sich Angelika Overath und David Bauer den mit 2000 Franken dotierten Preis.

Dominik Gross wurde für seine in der Wochenzeitung (WOZ) publizierte Reportage „Hinter den Bergen“ mit dem Preis in der Kategorie A ausgezeichnet. Gross beschreibt dabei, was im Bündner Dorf Valzeina passiert, nachdem der Kanton ein Asylzentrum eröffnet hat. „Dominik Gross schildert all dies klar, lebendig, humorvoll und doch ganz nüchtern, ohne zu verklären oder irgendetwas zu beschönigen – als wäre es die normalste Sache der Welt“, hielt Jörg Bundschuh, Ehrenjurymitglied aus München, in seiner Laudatio fest. Der deutsche Filmemacher weiter: „Gross verschweigt die anfänglichen Vorurteile der Einwohner genauso wenig wie die prinzipiell hoffnungslose Lage der Asylbewerber. Aber er zeigt auch, wie die Rückbesinnung auf menschlichen Anstand ein Problem lösen kann, das von aussen, über die Köpfe aller Beteiligten hinweg, ins Dorf getragen wurde.“

In der Kategorie „unveröffentlichte Texte und neue journalistische Formen“ teilten sich Angelika Overath und David Bauer den Preis. Unter dem Titel „Wie werde ich Gangsterboss“ beschreibt David Bauer seinen Selbstversuch mit dem amerikanischen Videospiel „Grand Theft“. „David Bauer hat das Thema subjektiv und authentisch angepackt: Idee und Thematik, die vom Medienjournalisten gewählte Perspektive und ein Sprachstil leichtfüssig-ironischer Reflexionen haben die Jury bewogen, diesen Text mit dem Preis der noch unveröffentlichten Arbeiten auszuzeichnen“, betonte Ingrid Isermann, Jurorin und Mitinitiatorin des Medienpreises. Bauer erhielt den Preis zusammen mit Angelika Overath, die für ihren ungewöhnlichen Text „Fliessendes Land“ ausgezeichnet wurde. Anita Hugi, FBZ-Präsidentin und Mitinitiatorin des Preises, sagte in ihrer Laudatio, dass sich Angelika Overath mit dem gewählten Thema und der Form „sich als Reporterin auch verletzlich, angreifbar macht, in einer Zeit, in der Zeitungen Konformismus nicht selten vor schreiberischem Risiko setzt, weil Konformismus gerne als Sicherheit verstanden wird“.

Rund 50 Gäste haben an der heutigen Preisverleihung im Kino Riff Raff in Zürich teilgenommen, an der auch ein Stilpreis an kompetente Redaktorinnen und Redaktoren vergeben wurde und an der Rainer Stadler, Medienredaktor bei der Neuen Zürcher Zeitung, in seiner Rede auf die von Jahr zu Jahr schwierigere wirtschaftliche Situation freischaffender Journalistinnen und Journalisten einging, deren Arbeit von den Verlagen nicht mehr angemessen honoriert wird. Er ist überzeugt, dass es auch künftig Foren für anspruchsvollen Journalismus von unabhängigen Medienschaffenden geben wird – allerdings in kleinerer Anzahl.

Initiiert wurde der erste Pressepreis für freischaffende Journalistinnen und Journalisten von den Freien Berufsjournalistinnen und –journalisten Zürich (FBZ). Anmeldeschluss war der 24. August 2008. Zahlreiche exzellente Beiträge für die Kategorie A, publizierte Artikel, und Kategorie B, unveröffentlichte Arbeiten, sind von freischaffenden Mitarbeitenden namhafter Medien wie NZZ, Das Magazin, WOZ, Du, Brandeins, Tages-Anzeiger, Bund, Aargauer Zeitung, Basler Zeitung, NZZ am Sonntag, GEO und Schweizer Radio DRS eingegangen.

Die eingegangenen Arbeiten wurden von den fünf Jury-Mitgliedern in zwei Runden evaluiert. In der ersten Runde wurden 21 der zahlreichen exzellenten Arbeiten der Kategorie A und B von der Jury mit Punkten bewertet. Die acht bestplatzierten Arbeiten in der Kategorie A und die vier bestplatzierten in der Kategorie B kamen in die zweite Runde. Diese Arbeiten wurden noch einmal mit Punkten bewertet. An einem halbtägigen Treffen der Jury wurden schliesslich die Siegerarbeiten erkoren. Die Siegerarbeiten und alle nominierten Arbeiten sind auf wwww.rares.at veröffentlicht.

Die Jury: Corinne Buchser, Bern, Jg. 1973, Redaktorin bei swissinfo.ch; Anita Hugi, Zürich/Basel, Jg. 1975, Redaktorin Sternstunden SF, freie Journalistin; Ingrid Isermann, Zürich, Jg. 1943, freie Kulturjournalistin, Autorin; Judith Stofer, Zürich, Jg. 1959, Redaktorin, Publizistin; Ehrenjury-Mitglied der ersten Ausgabe des Pressepreises für unabhängigen Journalismus ist Jörg Bundschuh, München, Jg. 1953, Filmautor und Filmproduzent, Buch- und Presseveröffentlichungen. Weitere Informationen unter www.journalists.ch.

 
FBZ: Offener Brief an die Verleger: Geben Sie Ihr letztes Hemd! (März 2006)  Druckversion
Offener Brief/Einladung*

Sehr geehrter Herr ...

Traditionsgemäss laden die FBZ (Freie Berufsjournalistinnen und -journalisten Zürich) zum beliebten Kegelabend. Weil wir dabei nicht nur ans Vergnügen denken, sind wir bestrebt, Preise zu bieten, die uns im beruflichen Alltag erfreuen. Wir wenden uns an Sie, in der Hoffnung, dass Sie uns weiterhelfen: Gern möchten wir als attraktive Preise des Abends die letzten Hemden der Verleger ausschreiben dürfen. Wenn Sie ein letztes Hemd besitzen und es nicht weiter benötigen, wären wir überaus dankbar für die Zusendung desselben.
Selbstverständlich würden wir Sie am Kegelabend am 11. April 2006, ab 19 Uhr im Restaurant Hegibach am Hegibachplatz sehr herzlich willkommen heissen. Bei dieser Gelegenheit können Sie Ihre Solidarität mit den freien Journalistinnen und Journalisten bekunden.

Mit Zuversicht sehen wir Ihrer Antwort entgegen und grüssen Sie freundlich,
der FBZ-Vorstand:
Vivianne Berg, Präsidentin
Barbara Bischof
Peter Exinger
Anita Hugi
Marie-Therese Larcher
Felix Weber

i.V. Claudia Carl,
Geschäftsführerin FBZ

25. März 2006

*Offener Brief/Einladung an die Herren Verleger Dr. Hugo Bütler, Dr. Hans Heinrich Coninx, Urs Gossweiler, Charles von Graffenried, Dr. Matthias Hagemann, Hanspeter Lebrument, Filippo Leutenegger, Christof Nietlispach, Michael Ringier, Guido Weber.