Oswald Iten freigelassen
Vom 2. bis am 14. Dezember sass der NZZ-Journalist Oswald Iten in Indonesien in Haft. Dank eines grossen Engagements von nationalen und internationalen Berufsverbänden, des Bundesamtes für auswärtige Angelegenheiten sowie von Wirtschaftskreisen kam Iten unversehrt wieder frei.
Augenzeuge Oswald Iten
Was der NZZ-Redaktor Oswald Iten bis zu seiner Freilassung erlebte, stand am 22. Dezember 2000 in der Neuen Zürcher Zeitung. Wer dies nachlesen möchte, kann den Beitrag beim ZPVintern bestellen. Er wird Ihnen dann umgehend per E-mail zugesandt.
Protest gegen die Verhaftung von Oswald Iten
Freie Berufsjournalistinnen und -journalisten Zürich FBZ
An Frau Tati Sumiyati Darsoyo Botschafterin der Republik Indonesien in der Schweiz Elfenauweg 51 3006 Bern
Sehr geehrte Frau Botschafterin
Entsetzt haben wir von der Verhaftung des Schweizer Journalisten Oswald Iten in Indonesien erfahren. Wir sind bestürzt darüber, dass in Indonesien die Pressefreiheit so wenig gilt. Journalisten, die ihre Arbeit nur mit staatlicher Einwilligung verrichten können, sind keine frei arbeitenden Journalisten.
Wir sind bestürzt darüber, dass die Arbeit von Journalisten von staatlicher Zensur abhängt. Denn zu den Grundrechten eines freien Landes gehört doch die freie Arbeit der Journalisten - unabhängig vom staatlichen Einverständnis, von Zensur oder gar polizeilicher Verfolgung und es ist ein Akt der Willkür, wenn sich Indonesien unbequemer Journalisten durch Inhaftierung entledigt.
Oswald Iten ist Mitglied unseres Vereins Freie Berufjournalistinnen und -journalisten Zürich. Er ist uns seit Jahrzehnten als seriös arbeitender Journalist bekannt. Gegen die Verhaftung von Oswald Iten protestieren wir mit aller Deutlichkeit. Wir protestieren damit gegen die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit und verlangen die sofortige Freilassung von Oswald Iten und seine Bewegungsfreiheit im Land.
Wir bedauern, dass Indonesien auf dem Weg hin zu einer neuen Ordnung noch nicht zu den Grundrechten gefunden hat, die Voraussetzung für eine sinnvolle Pressearbeit sind.
Für den FBZ-Vorstand Vivianne Berg, Präsidentin Ronald Schenkel, Vorstandsmitglied
Zürich, den 6. Dezember 2000 |