Die Reporterin – Margrit Sprecher | Die TV-Reportage von FBZ-Mitglied Marina Rumjanzewa hier online

22 Minuten nur ist sie lang, die Reportage über die « Grande Dame » des deutschsprachigen Journalismus, die im April mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. 22 Minuten, in denen man gebannt zusieht, gespannt zuhört – und noch mehr über sie erfahren möchte: über Margrit Sprecher, FBZ-Ehrenmitglied, die mit ihrer Arbeit unseren Blick und unser Herz immer wieder öffnet, unser eigenes Schreiben so sehr prägt und stets erneut beflügelt – und uns anspornt, intensiver zu leben, intensiver zu schreiben – mehr zu wagen.

Die rund 1000 Reportagen, die Margrit Sprecher bis heute geschrieben hat, spielen in den unterschiedlichsten Welten. Es ist die Welt von Prostituierten und Kampfpiloten, Alzheimerkranken und Fotomodellen, Bank-Etagen und Gefängnissen. Fast immer stehen Menschen im Mittelpunkt. Am meisten interessieren sie Menschen, die entweder Macht haben, oder solche, die sie erleiden, sagt Sprecher. Mit ihren Texten wolle sie Meinungen provozieren, sie will, dass sich das Publikum mit dem Thema beschäftigt und «selbst etwas dazu denkt».

Schon als Kind wollte sie Journalistin werden; mit zwölf gab sie ihre eigene Zeitung heraus. Doch als sie 1956 die Matura machte, war Journalismus in der Schweiz kein Beruf für Frauen. Ihre erste Arbeitsstelle hatte nichts mit ihrem grossen Traum zu tun.

Die freie Journalistin und Autorin Marina Rumjanzewa hat ihre Berufskollegin an mehrere Reportage-Schauplätze begleitet. Im April 2016 wurde Margrit Sprecher mit dem «Swiss Press Award» für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie ist 80, doch ans Aufhören denkt sie noch lange nicht. An der Preisverleihung sagte sie in ihrer Dankesrede: «Vielleicht liegen die besten Reportagen noch vor mir.»

Mehr:
Radio-Sendung « Tagesgespräch » mit Margrit Sprecher